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Adyen-AktieKurs des niederländischen Zahlungsabwicklers fällt weiter

Nach dem Kurssturz am Donnerstag stoßen Adyen-Anleger die Aktie auch zu Wochenbeginn ab. Das Unternehmen hat Erwartungen der Analysten verfehlt.Dennis Schwarz 21.08.2023 - 11:12 Uhr Artikel anhören

Adyen wickelt Zahlungen für die wichtigsten Onlineplattformen von Netflix bis Spotify ab.

Foto: Imago

Frankfurt. Adyen-Anleger haben am Montag die Aktie des Zahlungsdienstleisters aus ihren Depots geworfen. Am Montag notierten die Papiere des Unternehmens rund sechs Prozent tiefer bei 820,5 Euro. Damit setzt die Aktie ihren Fall seit vergangener Woche fort.

Die Aktie an der Amsterdamer Börse brach am Donnerstag um 39 Prozent ein und notierte erstmals seit drei Jahren unter der Marke von 900 Euro. Der Handel mit den Papieren wurde am Morgen mit einer Verspätung von 20 Minuten aufgenommen und wurde zwischenzeitlich zweimal gestoppt. Die Kursgewinne seit Jahresbeginn sind damit gänzlich verloren.

Adyen hat im ersten Halbjahr dieses Jahres die Erwartungen der Analysten deutlich verfehlt: Der operative Gewinn (Ebitda) brach in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 320 Millionen Euro ein, wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab. Analysten hatten mit einem Gewinnanstieg gerechnet.

Der Umsatz stieg in der ersten Jahreshälfte zwar um 21 Prozent auf 739 Millionen Euro, blieb damit aber ebenfalls hinter den Erwartungen der Analysten.

Adyen: Wachsende Konkurrenz aus den USA

Grund für den Gewinnrückgang ist vor allem die wachsende Konkurrenz im US-Geschäft. Adyen wickelt Zahlungen für die wichtigsten Onlineplattformen von Netflix bis Spotify ab, sieht sich vor allem in den USA aber zunehmender Konkurrenz von Unternehmen wie Stripe, Fiserv und Paypal gegenüber.

So verlangsamte sich das Umsatzwachstum in Nordamerika, auf das ein Viertel des gesamten Konzernumsatzes entfiel, im ersten Halbjahr auf 23 Prozent. Im Vorjahreshalbjahr wuchs der Umsatz in den USA noch um mehr als 50 Prozent.

Der Vorstand schrieb in einem Brief an die Aktionäre, das Wachstum sei in einigen Regionen schwächer ausgefallen als gedacht. „Das war der Fall in Nordamerika (...), das in den vergangenen Jahren ein zunehmend wichtiger Umsatzträger war.“

Adyen-Finanzchef Ethan Tandowsky sagte laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in einem Telefoninterview: „In einem Markt wie diesem entscheiden sich einige Kunden dafür, einen kostengünstigeren Anbieter zu finden, der die gleiche Funktionalität bietet.“

Höhere Personalkosten belasten das Ergebnis

Neben dem US-Geschäft belasteten zudem höhere Personalkosten das Ergebnis. Adyen ist dabei, die Belegschaft aufzustocken. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr rund 1150 neue Mitarbeiter eingestellt und will in diesem Jahr eine ähnliche Anzahl von Mitarbeitern einstellen.

Die Personalkosten beliefen sich im ersten Halbjahr auf 285,9 Millionen Euro, ein Anstieg um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

„Wir sind zuversichtlich, dass sich der beschleunigte Aufbau unseres Teams langfristig auszahlt, und nehmen die kurzfristigen Folgen bewusst in Kauf“, rechtfertigte der Adyen-Vorstand seine Strategie.

Die Schlüsselfrage sei jetzt, ob das Unternehmen schnell wieder auf den mittelfristigen Wachstumstrend einschwenke, kommentierten die Analysten von JP Morgan. Jefferies-Analyst Hannes Leitner zeigte sich deutlich skeptischer: „Es wird für Adyen schwierig sein, das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte zu beschleunigen“, da der Wettbewerb und die Währungsschwankungen ein Faktor bleiben werden.

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Mit Agenturmaterial.

Dieser Text erschien zunächst am 17. August 2023, Update am 21. August 2023

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