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Aktienkurs sinkt Deutsche Bank reduziert ihr Gewinnziel

Analysten hatten diesen Schritt bereits erwartet, aber dennoch ist es eine erneut sehr unangenehme Nachricht aus der Bankenbranche: Die Deutsche Bank kann ihr Gewinnziel für 2011 nicht einhalten.
04.10.2011 Update: 04.10.2011 - 12:25 Uhr Kommentieren
Sorgen in der Zentrale der Deutschen Bank. Quelle: dpa

Sorgen in der Zentrale der Deutschen Bank.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wegen der europäischen Schuldenkrise gibt die Deutsche Bank ihr ehrgeiziges Gewinnziel auf. Der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann ging am Dienstag endgültig auf Distanz zu seinem großen Ziel, in diesem Jahr einen Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro vor Steuern im Kerngeschäft zu erreichen. Diese Marke sei nach einem enttäuschenden dritten Quartal außer Reichweite, weil Besserung nicht in Sicht sei, räumte er auf einer Investorenkonferenz in London ein. Vor allem das Investmentbanking leidet unter der lähmenden Angst von Unternehmen und Anlegern vor der Pleite eines Euro-Landes. Im Kapitalmarktgeschäft sollen nun bis März 2012 weitere 500 Stellen abgebaut werden - allerdings vor allem im Ausland.

Die Aktie der Deutschen Bank beschleunigte den Abwärtstrend und lag am Mittag mit 6,6 Prozent im Minus. Analysten hatten nach Daten von Thomson Reuters StarMine zuletzt im Schnitt nur noch mit 7,7 Milliarden Euro Gewinn gerechnet - inklusive aller Sonderfaktoren.

Das operative Ergebnis im Kapitalmarktgeschäft im dritten Quartal sei deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben, erklärte die Bank. Eigentlich sollte allein das - von Ackermanns designiertem Nachfolger Anshu Jain - geführte Investmentbanking fast zwei Drittel zu den zehn Milliarden beitragen. Doch die Krise verunsichert Anleger an den Märkten und lässt Fusionspläne der Unternehmen in den Schubladen verschwinden. Insgesamt habe die Deutsche Bank aber zwischen Juli und September schwarze Zahlen geschrieben, sagte der scheidende Vorstandschef. Er soll im kommenden Jahr von Jain und Deutschland-Chef Jürgen Fitschen an der Spitze abgelöst werden.

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