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Alexander Doll Ex-Finanzchef der Deutschen Bahn wird Aufseher der Investmentbank Lincoln

Alexander Doll hat sich den neuen Posten sorgfältig ausgesucht. Bei der Deutschen Bahn kam es Ende 2019 zu einem abrupten Abgang.
28.04.2020 - 19:00 Uhr Kommentieren
Er soll dabei helfen, dass Lincoln im Mittelstand und bei Private Equity wächst. (Foto: DB AG)
Alexander Doll

Er soll dabei helfen, dass Lincoln im Mittelstand und bei Private Equity wächst. (Foto: DB AG)

Frankfurt Alexander Doll zieht es zurück in die Welt der Banken. Der Ex-Finanzvorstand der Deutschen Bahn startet am 1. Mai bei der US-Investmentbank Lincoln in Deutschland, die sich auf den Mittelstand und Private Equity konzentriert.

Und die mehr Deals begleitet als harte Wettbewerber wie beispielsweise Rothschild und Lazard. Als neuer Aufsichtsratschef soll Doll den deutschen Bereich einer der wenigen, globalen Partnerschaften unter den Investmentbanken überwachen. Mit seinen jahrzehntelangen Erfahrung im Investmentbanking und seinem Firmen-Netzwerk will er das Beratungshaus voranbringen.

Den Job hat sich der 50-Jährige sorgfältig ausgesucht. Nach dem unerwarteten Abgang bei der Deutschen Bahn Ende 2019 suchte er eine Aufgabe, bei der er zeigen kann, was in ihm steckt. Nicht noch einmal wollte er in einer Firma zwischen die Fronten geraten und das womöglich auch noch bei einem politikgetriebenen Staatskonzern.

Dabei hatte er sich bei der Bahn viel vorgenommen. Als Doll 2018 in den Bahntower einzog, befand sich der Konzern in prekärer Lage und musste umgebaut werden. Seine gute Beziehungen in die Ministerien in Berlin sollten dabei helfen. Die Aufgabe war ganz nach dem Geschmack des Ex-Chefs der britischen Bank Barclays in Deutschland.

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    Doch nach nur 1,5 Jahren war die Beziehung gescheitert. Doll unterschrieb einen Auflösungsvertrag. Dafür kassierte er bei der Bahn Kreisen zufolge eine siebenstellige Abfindung. Nichts blieb übrig von einst hochfliegenden Plänen, Doll wurde für den verpatzten Verkauf der Auslandstochter Arriva verantwortlich gemacht.

    Mit der Post und Lufthansa an die Börse

    Nun folgt für Doll eine Aufgabe, bei der er nicht ganz so im Mittelpunkt steht, die sich aber auf den für Deutschland so wichtigen Mittelstand konzentriert. Doll, der schon als Komparse an der Oper gearbeitet und ein Philosophiestudium abgebrochen hat, kann sein Netzwerk bei seiner neuen Aufgabe gut einsetzen.

    So führte er die Deutsche Post und Lufthansa an die Börse. In Deutschland basiert Lincoln auf der M&A-Boutique Peters Associates, die vom Ex-Vorstand der WestLB, Hans Peter Peters, gegründet wurde. Weltweit beschäftigt die Bank in 22 Büros 500 M&A-Berater. Konkurrenten erwarten, dass Doll seine neue Rolle ausfüllen wird. Er sei kein „Ferrari-Banker“ und angesichts seiner Vielseitigkeit eine gute Wahl.

    Mehr: Die Deutsche Bahn kann nur mit besseren Strukturen das Rückgrat der Verkehrswende werden. Vor allem sollte sie dabei auf das Gemeinwohl ausgerichtet werden – ein Kommentar.

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