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Allianz-Tochter steht zum Verkauf Bawag buhlt um die OLB

Seit Herbst steht die Oldenburgische Landesbank (OLB) im Schaufenster zum Verkauf. Scheinbar gibt es nun einen weiteren Interessenten: die österreichische Bank Bawag. Die OLB-Aktie schießt in die Höhe.
05.01.2017 - 14:50 Uhr Kommentieren
13 Milliarden Euro betrug zuletzt die Bilanzsumme des Instituts. Quelle: PR
Oldenburgische Landesbank

13 Milliarden Euro betrug zuletzt die Bilanzsumme des Instituts.

(Foto: PR)

Die Commerzbank bekommt im Ringen um die Übernahme der Oldenburgischen Landesbank (OLB) Insidern zufolge noch mehr Konkurrenz. Neben dem US-Finanzinvestor Apollo sei auch die österreichische Bank Bawag PSK im Rennen um die Regionalbank aus dem Nordwesten Deutschlands, sagten zwei mit den Plänen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Hinter der Bawag steht der US-Finanzinvestor Cerberus. Er hatte im vergangenen Jahr auch die Fühler nach der Postbank ausgestreckt, war dort aber rasch abgeblitzt. Der Verkaufsprozess der Allianz -Tochter OLB ist weit fortgeschritten: Ein Insider sagte, die Bawag prüfe derzeit die Bücher in Oldenburg.

Die Bawag wollte ihr Interesse an der OLB nicht bestätigen. Eine Sprecherin der Wiener Bank teilte mit, das Institut habe genügend Kapital, um „organisch zu wachsen, andererseits aber auch grundsätzlich mögliche Akquisitionen am Markt zu sondieren, um ihr Kerngeschäft auszubauen“. Die Bawag sei auch weiterhin an Zukäufen interessiert. „Zu konkreten Plänen können wir derzeit jedoch nichts kommunizieren.“ Die Allianz wollte sich zu dem Verkaufsprozess nicht äußern.

Die Allianz hatte die OLB, an der sie rund 90 Prozent hält, im Herbst zum Verkauf gestellt. An der Börse ist die Bank mit 2200 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 13 Milliarden Euro rund 400 Millionen Euro wert. Für die Commerzbank wäre die OLB eine Chance, ihr Geschäft mit Privatkunden und dem Mittelstand in der Region um Bremen auszubauen. Ein Insider sagte, die Bank sei in dem Prozess lange zu siegessicher aufgetreten. Apollo hat in der Region bereits die Bremer Kreditbank und das Bankhaus Neelmeyer gekauft.

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    Unter dem Dach der OLB hatte die Allianz die Allianz Bank geführt, um Investmentfonds und Bankprodukte über die eigenen Versicherungsvertreter in Deutschland zu verkaufen. Vor drei Jahren war die Allianz Bank aber eingestellt worden, nachdem sich die Erwartungen nie erfüllt hatte. 2015 hatte die OLB 46 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet, für 2016 rechnete sie mit einem leicht sinkenden Ergebnis. Anleger jedenfalls reagierten erfreut: Papiere der OLB verteuerten sich bis zu zehn Prozent und sprangen über die Marke von 20 Euro.

    • rtr
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