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Apotheker- und Ärztebank Apobank fühlt sich in ihrer Nische wohl

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist wieder optimistisch. Das Institut hat die Verluste aus der Finanzkrise wohl endgültig weggesteckt.
21.04.2015 - 15:30 Uhr Kommentieren
Für das laufende Jahr rechnet die Apobank mit einem leicht steigenden Gewinn, obwohl der Zinsüberschuss als Haupt-Einnahmequelle unter Druck gerät. Quelle: Pressefoto
Zentrale der Apobank

Für das laufende Jahr rechnet die Apobank mit einem leicht steigenden Gewinn, obwohl der Zinsüberschuss als Haupt-Einnahmequelle unter Druck gerät.

(Foto: Pressefoto)

Frankfurt Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hat die Milliardenverluste aus der Finanzkrise endgültig weggesteckt. „Die Scharte aus den Jahren 2007 bis 2008 ist mehr als ausgemerzt“, bilanzierte Vorstandssprecher Herbert Pfennig am Dienstag in Frankfurt. 1,5 bis 1,7 Milliarden Euro hätten die fehlgeschlagenen Spekulationen an den Kapitalmärkten insgesamt gekostet. „Das war sehr teures Lehrgeld“, sagte Pfennig. Im vergangenen Jahr habe die größte deutsche Genossenschaftsbank den Nettogewinn um 15 Prozent auf 54 Millionen Euro gesteigert und zugleich die Rücklagen kräftig aufgestockt. Die Verlustvorträge seien inzwischen aufgebraucht.

Die Apobank profitiert von der boomenden Gesundheitsbranche. Die Klagen der Krankenkassen über eine zu hohe Praxis-Dichte in Deutschland hält Pfennig für ebenso wenig stichhaltig wie die Zurückhaltung von Ärzten, sich selbstständig zu machen. Nur 0,2 Prozent der Apobank-Kredite für Praxis-Neugründungen gerieten in Schieflage. Selbstständigkeit lohne sich immer noch. „Die Ärzte sind gut beschäftigt.“

In der Nische lässt es sich für die Apobank gut leben. Finanzchef Thomas Siekmann rechnete vor, dass das operative Ergebnis vor Steuern 2014 bei 269 Millionen Euro gelegen habe. Das entspreche einer Eigenkapitalrendite von 13 Prozent, obwohl das Düsseldorfer Institut mit einer harten Eigenkapitalquote von 20 Prozent arbeitet – einem Wert, mit dem viele Großbanken nach eigenen Angaben kein Geld mehr verdienen könnten. Dabei ist die Apobank stolz auf ihr dickes Polster: „Wir waren eines der Schlusslichter unter den deutschen Banken, jetzt stehen wir auf einem Spitzenplatz“, resümierte Pfennig.

Für das laufende Jahr rechnet Siekmann mit einem leicht steigenden Gewinn, obwohl der Zinsüberschuss als Haupt-Einnahmequelle unter Druck gerät. Die Absicherungen gegen niedrige Zinsen liefen nach und nach aus. Hoffnung macht der Apobank der Zuwachs um 20 Prozent im Provisionsergebnis. Das Institut litt stets darunter, dass ihre wohlhabende Klientel zwar Kredite bei ihm aufnahm, die Gewinne aber lieber bei einer Groß- oder Privatbank anlegte.

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    Die geplante Expansion nach Österreich liegt Pfennig zufolge auf Eis. Dort will die Apobank die ebenfalls genossenschaftliche Apothekerbank übernehmen. Doch das kleine Institut sei in die Wirren der Umstrukturierung im Volksbanken-Sektor geraten. „Aber das Thema könnte jederzeit wieder aktiv werden“, sagte Pfennig.

    • rtr
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