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Aufgrund der US-Sanktionen Morgan Stanley kehrt Russland den Rücken

Hintergrund der Entscheidung, Russland zu verlassen, sind die sich immer weiter verschärfenden US-Sanktionen. Die bedrohen speziell den Finanzsektor.
07.05.2019 - 15:16 Uhr Kommentieren
Die US-Bank will ihr Bankgeschäft in Russland Anfang 2020 dicht machen. Quelle: Reuters
Morgan-Stanley-Gebäude in New York

Die US-Bank will ihr Bankgeschäft in Russland Anfang 2020 dicht machen.

(Foto: Reuters)

Moskau Die US-Großbank Morgan Stanley, seit 1994 in Moskau aktiv, verlässt Russland. Das Geldhaus hat sich im Geschäftsbericht für 2018 selbst eine Frist von einem Jahr für den Ausstieg gesetzt. Demnach will Morgan Stanley im ersten Quartal 2020 bei der russischen Zentralbank den Antrag zur Einstellung der Banken-, Broker- und Depottätigkeit einreichen.

Das Geschäftsjahr 2018/2019 sei davon aber nicht betroffen, alle Arbeitsprozesse würden in vollem Umfang weitergeführt, versicherte das Unternehmen. Auf das finanzielle Ergebnis wirkte sich allerdings die Schaffung von Rücklagen für die Auszahlung von Abfindungen aus.

Nach der Liquidierung der Bank will Morgan Stanley sein Business „in einer neuen Firma bündeln, deren Tätigkeit keine Lizenz erfordert und die Consultingdienstleistungen im Bereich Investitionen und Immobilien anbietet“, heißt es im Geschäftsbericht.

Hintergrund der Entscheidung sind die sich immer weiter verschärfenden US-Sanktionen, die speziell den Finanzsektor bedrohen. So werden seit einem Jahr in Washington immer wieder Restriktionen gegenüber russischen Staatsanleihen oder russischen Staatsbanken diskutiert. Damit sind alle Banken, die in Russland Geschäftsbeziehungen pflegen, potenziell in Gefahr von so genannten secondary sanctions getroffen zu werden.
Ein besonders großer Akteur war Morgan Stanley auf dem russischen Markt ohnehin nicht mehr. Die Aktiva verringerten sich 2018 von umgerechnet über 420 Millionen Euro auf gut 130 Millionen Euro. Im gleichen Zeitraum erwirtschaftete die Bank einen Reingewinn von etwa zwei Millionen Euro.

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    Morgan Stanley ist freilich nicht die erste Bank, die Russland seit der Verhängung westlicher Sanktionen den Rücken kehrt: 2015 schloss die Royal Bank of Scotland ihre Russlandfiliale, 2016 Barclays. Die Deutsche Bank, auch gebeutelt durch einen Geldwäscheskandal ihrer Moskau-Filiale, und Credit Suisse haben ihre Geschäfte in Russland zuletzt deutlich heruntergefahren.

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