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Ausschüttungen Ostdeutsche Kommunen können nicht auf viel Sparkassen-Geld hoffen

Die ostdeutschen Sparkassen stimmen Gemeinden und Zweckverbände auf schlechtere Zeiten ein. Denn die Institute wollen ihr Geld zusammenhalten.
20.02.2018 - 11:58 Uhr
Ost-Sparkassen: Wenig Hoffnung auf Ausschüttungen Quelle: dpa
Sparkasse

Statistisch gesehen besucht jeder Sparkassenkunde „seine Filiale“ einmal im Jahr. Gleichzeitig nutzt er über hundert Mal die Sparkassen-App.

(Foto: dpa)

Berlin Die 45 ostdeutschen Sparkassen stimmen Kommunen und Zweckverbände auf schlechtere Zeiten ein. „Ausschüttungen an die Träger werden wegen der gestiegenen Anforderungen an die Kapitalquoten schwerer zu realisieren sein“, sagte der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Michael Ermrich, am Dienstag bei Vorlage der der Bilanzzahlen.

Maßgeblich macht Ermrich dafür die individuellen Kapitalpuffer für die Banken verantwortlich, die die Finanzaufsicht je nach Risikosituation des Instituts festlegen kann. Die Höhe dieses Puffers wird im Rahmen des Überprüfungs- und Bewertungsprozesses (SREP) festgestellt. Eine Hochrechnung des Verbands zeigt, dass die im Jahr 2019 einzuhaltenden vorgeschriebenen Mindest-Eigenmittel von 10,5 Prozent oder 5,6 Milliarden Euro auf 14,7 Prozent oder 7,8 Milliarden Euro steigen werden.

„Die Sparkassen müssen 2,2 Milliarden Euro mehr ihres Eigenkapitals zur Erfüllung der Anforderungen der Aufsicht blocken, ohne dass sich materiell etwas bei ihnen geändert hat“, schimpft Ermrich.

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