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Bank Austria Gewinnsprung trotz Griechenland-Krise

Griechenland-Abschreibungen kamen der Bank Austria im zweiten Quartal teuer zu stehen. Trotzdem legt das Bankinstitut erfreuliche Zahlen für das erste Halbjahr vor. Experten rechnen mit einer Kapitalerhöhung.
04.08.2011 - 10:35 Uhr Kommentieren

Wien Die österreichische UniCredit-Tochter Bank Austria hat im ersten Halbjahr trotz hoher Abschreibungen durch die Griechenland-Krise einen Gewinnsprung verbucht. Wertberichtigungen auf griechische Staatsanleihen kosteten das Institut „als Beitrag zum Rettungspaket“ netto 100 Millionen Euro. Dennoch stieg das Konzernergebnis um 52 Prozent auf 640 Millionen Euro, wie das Institut heute mitteilte. Dabei profitierte die Bank vor allem von einem Rückgang der Vorsorgen für faule Kredite in Osteuropa und Österreich.

Für Bankchef Willibald Cernko ist das aber noch kein Grund, sich zurückzulehnen. Die Bank müsse sich auch angesichts der Gewinnsteigerung „vor Augen halten, dass wir von einem sehr niedrigen Niveau kommen und das Vorkrisenniveau nach wie vor noch nicht erreicht haben. Gerade im Hinblick auf die geforderte höhere Eigenkapitalausstattung müssen wir unsere Ertragskraft weiter verbessern“, sagte er. Dabei hat die Bank mit einer harten Kernkapitalquote (Core Tier 1) von 10,02 Prozent ein komfortables Polster. Die italienische Mutter kommt mit der Aufstockung ihrer Kapitaldecke nur langsam voran. Analysten erwarten daher, dass die Bank, die ohne große Kapitalerhöhung durch die Finanzkrise gekommen war, noch in diesem Jahr fünf bis sieben Milliarden Euro an frischem Kapital einsammeln wird, sobald die künftigen Regularien klarer sind.

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