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Bankbilanzen IWF warnt vor Schiffskrediten

Die Finanzierung von Container-Schiffen bleibt ein unsicherer Posten in den Bilanzen etlicher deutscher Banken. Der Internationale Währungsfonds rät zur Vorsicht und warnt vor weiteren Wertberichtigungen.
22.07.2014 - 09:24 Uhr Kommentieren
Die APL Raffles im Hamburger Hafen: Schiffskredite sind für Banken ein großes Risiko. Quelle: dpa

Die APL Raffles im Hamburger Hafen: Schiffskredite sind für Banken ein großes Risiko.

(Foto: dpa)

Washington Notleidende Kredite aus dem Schifffahrtssektor bei den deutschen Banken geben im Vorfeld des Stresstests der Europäischen Zentralbank (EZB) weiterhin Anlass zur Besorgnis. Dies erklärte der Internationalen Währungsfonds (IWF) am Montag in seinem Länderbericht für Deutschland.

Die deutschen Banken seien zwar „generell gut positioniert“, doch Kreditinstitute, die umfangreiche Schifffahrts-Portfolios hielten, „könnten eine Quelle weiterer Wertberichtigungen sein“, warnte die Organisation mit Sitz in Washington.

Die deutschen Banken, darunter Commerzbank, HSH Nordbank und NordLB, haben im Jahr 2012 etwa ein Drittel des 475 Milliarden Dollar schweren Weltmarkts für Schifffahrtsfinanzierungen kontrolliert, wie Moody's Investors Service im April mitteilte.

Das sind die Giganten der Meere
Containerschiff "MOL Triumph" im Hamburger Hafen
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Das Containerschiff „MOL Triumph“ legte am Abend (15. Mai 2017) in Hamburg am Terminal Burchardkai an. Mehr als 20.000 Standardcontainer (TEU) kann der Gigant laden, doch die vergleichsweise flache Elbe ließ nur eine Fahrt mit gut der Hälfte der maximalen Kapazität zu.

(Foto: dpa)
„MOL Triumph“ auf dem Weg zum Hamburger Hafen
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Mit 400 Metern Länge gehört die „MOL Triumph“ zu den größten Schiffen weltweit, wie der weitere Überblick zeigt.

(Foto: dpa)
Die „Cosco Shipping Panama“ fährt in den Panamakanal ein
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Das chinesische Containerschiff „Cosco Shipping Panama“ befuhr im Juni 2016 als erstes Schiff den ausgebauten Panamakanal. Neun Jahre nach Beginn des Ausbaus wurde die Wasserstraße damit offiziell für Schiffe der sogenannten Postpanamax-Klasse freigegeben. War es bis dahin nur Schiffen mit einer Ladekapazität von bis 4400 Containern möglich, den Kanal zu benutzen, so können mittlerweile Großschiffe mit bis zu 14.000 Containern die Wasserstraße befahren.

(Foto: AP)
COSCO Shipping Panama
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Mit einer Länge von 300 Metern und fast 50 Meter Breite zählt die COSCO Shipping Panama sicher zu den Giganten der Meere.

(Foto: AP)
Containerschiff „MSC Zoe“
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Die MSC Zoe beim Einlaufen in den Hamburger Hafen im August 2015. Sie ist mit 395 Metern Länge und 59 Metern Breite zwar knapp nicht das größte Containerschiff der Welt, was die Abmessungen betrifft. Ihre 19.224 Standardcontainer (TEU) bedeuten zu Zeitpunkt ihrer Indienststellung aber Weltrekord in Sachen Transportkapazität. Der Frachter wurde auf der de Daewoo-Werft in Südkorea für die Reederei MSC (Mediterranean Shipping Company) gebaut.

(Foto: dpa)
UASC Barzan
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In Sachen Abmessungen spielen die Containerschiffe der UASC A18 in der Champions League. 400 Meter lang und fast 60 Meter breit sind die Giganten der in Kuwait ansässigen Reederei United Arab Shipping Company. Die maximale Ladung liegt bei 18.800 TEU. (Foto: Frank Schwichtenberg/Schwicht de Burgh Photography; CC BY 3.0)

P&O Nedlloyd Tasman
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Als die "P&O Nedlloyd Tasman" im Jahr 2000 die Werft in Warnemünde verließ, war sie das größte jemals in Deutschland gebaute Containerschiff. Heute liegt das knapp 280 Meter lange Schiff eher im Mittelfeld der Containerriesen, seine Ladekapazität beträgt 5468 TEU. Die Abkürzung TEU (Twenty Feet Equivalent Unit) bezeichnet einen Standardcontainer von 20 Fuß (6,058 Meter) Länge und 8 Fuß (2,438 Meter) Breite.

(Foto: ap)

Die drei genannten Banken haben über die vergangenen drei Jahre mehr als 3,6 Milliarden Euro für faule Schiffskredite zur Seite gelegt – angesichts der Krise in der Containerschifffahrt. Die EZB nimmt seit Februar die Bilanzen von 128 Banken unter die Lupe; die Prüfung wird im Oktober abgeschlossen.

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    Die HSH Nordbank hatte für 2013 einen Verlust von 814 Millionen Euro berichtet, das höchste Minus seit 2008. Belastet wurde das Ergebnis von Rückstellungen für problematische Schiffskredite. Die Bank rechnet für dieses Jahr wieder mit einem Gewinn vor und nach Steuern, da die Risikovorsorge niedriger als 2013 ausfallen wird, wie HSH im April sagte.

    • Bloomberg
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