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Banken Commerzbank baut ihr Netz an Korrespondenzbanken wieder aus

Die Commerzbank will die Zahl ihrer Korrespondenzbanken wieder ausbauen. Vor einigen Jahren hatte es in den USA Geldwäsche Vorwürfe gegeben.
27.05.2019 - 15:31 Uhr Kommentieren
Die Zahl der Partnerinstitute soll um zehn Prozent steigen. Quelle: Reuters
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Die Zahl der Partnerinstitute soll um zehn Prozent steigen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Commerzbank baut nach einem Kahlschlag ihr Netz an Korrespondenzbanken wieder aus. Die Zahl der Partnerinstitute solle um zehn Prozent steigen, sagte Firmenkundenchef Michael Reuther am Montag in Frankfurt. Die Commerzbank hatte die Zahl an Korrespondenzbanken auf 2500 halbiert, nachdem die USA 2015 eine Milliardenstrafe gegen das Geldhaus wegen Sanktionsverstößen und Geldwäsche-Vorwürfen verhängt hatte.

Die Bank habe ihre Systeme nun soweit verbessert und ihre Mitarbeiter geschult, dass sie ihr Netz an Korrespondenzbanken in Schwellenländern in Asien, Afrika und Südamerika wieder ausbauen könne, sagte Reuther. Die Commerzbank schaue sich an, wie sie in den für deutsche Exportunternehmen besonders wichtigen Ländern ein besseres Netz schaffen könne. Sie wolle sowohl neue Märkte erschließen als auch neue Korrespondenzbank-Beziehungen in bestehenden Märkten aufbauen. Momentan ist die zweitgrößte deutsche Privatbank in 50 Ländern präsent. „Wir gehen aber nicht in Länder rein, die dermaßen sanktionsbelegt sind, dass wir Probleme bekommen.“

Mit Hilfe von Korrespondenzbanken können Geldhäuser Auslandsüberweisungen oder sonstige Auslandsgeschäfte abwickeln. Doch nach Skandalen und Milliardenstrafen haben viele Geldhäuser ihr Netz an Partnerinstituten eingedampft. In den vergangenen sieben Jahren schrumpfte die weltweite Zahl an Korrespondenzbank-Beziehungen um 20 Prozent, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Ausschusses für Zahlungsverkehr und Marktinfrastrukturen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) ergab.

Die Deutsche Bank, die ihr Netz an Korrespondenzbanken in den vergangenen Jahren ebenfalls eingedampft hat, wollte sich am Montag nicht zur Zahl der verbliebenen Partnerinstitute äußern. Zuletzt sorgten vor allem die Beziehungen des größten deutschen Geldhauses zur Danske Bank für Aufsehen. Die Deutsche Bank hatte für die estnische Danske-Filiale, die im Zentrum des Geldwäsche-Skandals steht, Transaktionen mit verdächtigen Geldern abgewickelt. Das Frankfurter Geldhaus stellt sich auf den Standpunkt, man habe als Korrespondenzbank keine Kenntnis der Danske-Kunden und ihrer Machenschaften gehabt und auch nicht haben müssen.

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