Banken-Gipfel Martin Zielke: „Ich würde gern eine Sparkasse kaufen“
Commerzbank-Chef Martin Zielke (links) und Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis (rechts) im Gespräch mit Andrea Rexer, Ressortleiterin Unternehmen & Märkte beim Handelsblatt.
Frankfurt Martin Zielke ist ein besonnener Manager, der auf der großen Bühne bisher nicht durch kontroverse Thesen oder Gefühlsausbrüche aufgefallen ist. Doch beim Doppelinterview mit Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis auf dem Handelsblatt-Banken-Gipfel zeigte sich der Vorstandschef der Commerzbank am Mittwoch ungewohnt angriffslustig. Denn das Thema, um das es geht, treibt den 56-Jährigen seit Langem um: die mangelnde Profitabilität des deutschen Bankensektors.
Neben der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist dafür aus Sicht von Zielke vor allem das deutsche Drei-Säulen-Modell aus privaten, genossenschaftlichen und öffentlich-rechtlichen Banken verantwortlich. „Alle anderen Länder haben ihr Bankensystem in den letzten 20, 30 Jahren modernisiert“, sagt Zielke. „In Deutschland haben wir das nicht getan.“ Der Steuerzahler habe dafür in der Finanzkrise einen hohen Preis bezahlen müssen. Neben der Commerzbank seien auch zahlreiche Landesbanken mit staatlichen Milliarden vor dem Aus gerettet worden.
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen
Jetzt weiterlesen
Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im
Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.
Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen





