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Banken Zustimmung zu Russland-Sanktionen wächst

Die deutsche Wirtschaft würde von der Politik beschlossene Wirtschaftssanktionen gegen Russland akzeptieren. Jürgen Fitschen, Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bankenverbands fordert aber einen weiteren Dialog.
18.05.2014 - 10:07 Uhr Kommentieren
Jurgen Fitschen ist Co-Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bankenverbands. Quelle: Reuters

Jurgen Fitschen ist Co-Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bankenverbands.

(Foto: Reuters)

Berlin "Wenn es einen Sanktionsbeschluss gibt, werden wir den selbstverständlich mittragen", sagte der Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bundesverbands deutscher Banken, Jürgen Fitschen, der Zeitung "Welt am Sonntag" aus Berlin. Auch der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, sagte, wenn die Politik der Meinung sei, es gehe "nicht mehr anders, dann werden die Unternehmen das auch mittragen".

Beide warnten jedoch vor übereilten Entscheidungen. "Die Politik weiß genau, was Wirtschaftssanktionen auslösen können, ich habe vollstes Vertrauen, dass die Regierung hierbei sehr verantwortungsvoll handelt", sagte Grillo. "Wir sollten mit Russland im Gespräch bleiben, das gilt auch für die Wirtschaft", ergänzte er.

Auch Fitschen betonte, es sei weiterhin ein Dialog nötig, um den Konflikt zu lösen. "Sollen wir denn jetzt alle Fabriken in Russland schließen, alles aufgeben, was dort in jahrelanger Zusammenarbeit aufgebaut wurde?", fragte er. "Das hielte ich für grundfalsch, und das erwartet die Politik auch nicht von den Unternehmen", sagte Fitschen.

In der deutschen Politik wird darüber debattiert, Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte die für den 25. Mai geplante Präsidentschaftswahl in der Ukraine scheitern. In den von prorussischen Separatisten kontrollierten östlichen Regionen Donezk und Lugansk ist die Abstimmung nach Angaben der Wahlkommission in Gefahr. Moskau meldete Bedenken an, die Wahl "im Kanonendonner" abzuhalten.

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