Bankenaufsicht: Deutsche Bank muss wieder Bußgeld zahlen – US-Notenbank verhängt Millionenstrafe
Die Bank teilte mit, sie habe seit 2019 viel in Transaktionskontrollen investiert.
Foto: IMAGO/Jan HuebnerNew York, Frankfurt. Die amerikanische Notenbank Fed hat gegen die Deutsche Bank ein Bußgeld von 186 Millionen US-Dollar verhängt. Die US-Bankenaufseher begründeten dies in einer Mitteilung damit, dass die Deutsche Bank Defizite im Bereich der Geldwäsche- und Sanktionskontrolle zu langsam abgebaut habe.
Die Fed hatte sie bereits 2015 und 2017 festgestellt und Verbesserungen angemahnt. Die nun erlassene Anordnung verpflichtet die Deutsche Bank dazu, die Verbesserung ihrer Kontrollsysteme zu priorisieren.
Die Defizite betreffen unter anderem den Geldwäscheskandal um die estnische Niederlassung der Danske Bank. Allein dafür muss die Deutsche Bank 46 Millionen Dollar zahlen. Das Institut arbeitete zwischen 2007 und 2015 als Korrespondenzbank der Danske Bank Estland, die im Zentrum eines der größten Geldwäscheskandale Europas steht und verdächtige Zahlungen in mehrfacher Milliardenhöhe aus Estland in alle Welt geschleust hatte.
Korrespondenzbanken wickeln für Banken Geldtransfers ab, die nicht eigenständig Geld in fremden Währungen um die Welt schicken können. Die Korrespondenzbanken müssen dann aber sicherstellen, dass sie keine verdächtigen Zahlungen weiterleiten. Die Deutsche Bank hatte lange viele verdächtige Zahlungen übersehen.