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Bankenaufsicht EZB-Aufseher Enria möchte mehr grenzüberschreitende Bankenfusionen

Andrea Enria wünscht sich mehr Integration im Bankensektor. Der EZB-Bankenaufseher sieht dabei vor allem die Politik in der Pflicht.
03.05.2019 Update: 03.05.2019 - 18:50 Uhr Kommentieren
Der EZB-Bankenaufseher will mehr Banken-Zusammenschlüsse über Landesgrenzen hinweg. Quelle: Reuters
Andrea Enria

Der EZB-Bankenaufseher will mehr Banken-Zusammenschlüsse über Landesgrenzen hinweg.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Der oberste Bankenaufseher der Euro-Zone verlangt Erleichterungen für grenzüberschreitende Bankenfusionen. Die Politik sei gefordert, für mehr Integration im Bankensektor zu sorgen, damit solche Zusammenschlüsse begünstigt würden, sagte EZB-Chefbankenaufseher Andrea Enria am Freitag auf einer Veranstaltung in Florenz. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit Herbst 2014 für die Überwachung der großen Banken in der Euro-Zone zuständig. Sie überwacht derzeit 119 Institute, darunter die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Aus der EZB-Bankenaufsicht kommen bereits seit längerem Rufe nach mehr Zusammenschlüssen von Finanzinstituten über Ländergrenzen hinweg. Zu den Hindernissen zählen unterschiedliche gesetzliche Regelungen in den Ländern, etwa im Insolvenzrecht. Transaktionen wie der 2016 erfolgte Kauf des Finanzgruppe BHF Kleinwort Benson durch die französische Privatbank Oddo sind immer noch eher selten.

Enria sprach sich zudem dafür aus, die Überwachung von Geldwäsche-Risiken nicht den nationalen Behörden zu überlassen, sondern einer europäischen Institution zu übertragen. Deren Befugnisse müssten zudem deutlich gestärkt werden. Es gebe einen gemeinsamen Markt, daher sei auch ein gemeinsamer Schutz nötig, sagte der Italiener.

Der jüngste Geldwäsche-Skandal bei der Danske Bank hatte einen Schatten auf die Arbeit der nationalen Behörden beim Thema Geldwäsche geworfen. So haben Unterlagen zufolge Aufseher in Dänemark und Estland erst sehr spät auf Hinweise zu verdächtigen Zahlungen bei der Danske-Filiale in Estland reagiert. Über diese Filiale waren von 2007 bis 2015 verdächtige Zahlungen im Volumen von 200 Milliarden Euro gelaufen.

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