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Bankencheck Neuer Stresstest für Europas Geldhäuser

Im Herbst 2016 wird es für europäische Banken erneut ernst: Nach 2014 soll es dann einen neuerlichen Stresstest unter der Aufsicht der EZB geben. Die Regulierungsbehörde EBA verspricht jedoch auch Erleichterungen.
15.07.2015 Update: 15.07.2015 - 17:18 Uhr Kommentieren
Sie ist die neue Chef-Aufseherin der Banken: Daniele Nouy. Quelle: AFP
Strenger Blick:

Sie ist die neue Chef-Aufseherin der Banken: Daniele Nouy.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Auf die europäischen Großbanken kommt 2016 erneut ein Stresstest zu. In den ersten drei Monaten des kommenden Jahres will die EU-Bankenregulierungsbehörde EBA die Szenarien entwerfen, unter denen die Banken ihre Belastungsfähigkeit unter Beweis stellen müssen, wie sie am Mittwoch in London ankündigte. Die Ergebnisse sollen im dritten Quartal vorliegen.

Wie bei vorausgegangenen Stresstests will die EBA Einzelergebnisse für alle teilnehmenden Institute veröffentlichen. Das sehen einige Bankenaufseher aber kritisch, weil sie dann keine Extremsituationen testen könnten, ohne mit dem Ergebnis Panik an den Märkten auszulösen.

Der Stresstest findet in allen 28 EU-Staaten statt. Für die Banken in der Euro-Zone wird es der erste sein, nachdem die EZB die Aufsicht übernommen hat. Die EBA versprach, den Teilnehmern anders als beim letzten Mal Doppelarbeit möglichst zu ersparen. Der Stresstest und die jährliche routinemäßige Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden solle 2016 enger aufeinander abgestimmt werden.

Diese Banken-Bosse sind nicht mehr gefragt
Antony Jenkins
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Die Bankenbranche in Europa befindet sich im Umbruch. Antony Jenkins ist nicht der erste Vorstandsvorsitzende, der seinen Posten räumen muss. In vielen anderen europäischen Geldhäusern werden ebenfalls neue Namensschilder und Visitenkarten für neue CEOs gedruckt. Nachfolgend finden Sie eine Liste von Bankenchefs, deren Managementfunktion im laufenden Jahr nicht mehr gefragt war.

(Foto: AFP)
Anshu Jain und Jürgen Fitschen
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Anshu Jain (li.) hat seinen Posten als Co-Chef der Deutschen Bank bereits Ende Juni 2015 geräumt. Jürgen Fitschen wird nur noch bis Mai 2016 die deutsche Großbank an der Seite von Jain-Nachfolger John Cryan führen.

(Foto: Reuters)
Brady Dougan
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Die Schweizer Investmentbank Credit Suisse hat im März diesen Jahres beschlossen ihren CEO Brady Dougan (rechts) durch Tidjane Thiam zu ersetzen. Der Amerikaner Dougan hatte die Bank seit 2007 geführt. Thiam war zuvor Chef der britischen Versicherung Prudential.

(Foto: Reuters)
David Walker
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In Großbritannien ersetzt John McFarlane seit April den ehemaligen Barclays-Verwaltungsratschef David Walker. McFarlane soll wie bei der Deutschen Bank helfen, nach einer Serie von Skandalen einen Kulturwandel innerhalb der Bank zu vollziehen.

(Foto: dpa)
Peter Sands
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Sinkende Einnahmen und ein schwacher Aktienkurs ist dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden von Standard Chartered, Peter Sands (im Bild), zum Verhängnis geworden. Für neuen Schwung soll Bill Winters sorgen, der früher Co-Chef der Investmentbank-Sparte bei der US-Großbank JP Morgan war.

(Foto: dpa)
Philip Hampton
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Philip Hamptons Zeit als Chefaufseher der Royal Bank of Scotland war ebenfalls nicht von Erfolg gekennzeichnet. Am 1. September wird Hampton daher seinen Platz für Howard Davies räumen. Davies soll die sich mehrheitlich in staatlicher Hand befindende RBS wieder in die Gewinnzone führen. Dazu soll nach mehrjährigen Verlusten vor allem das Investmentbanking verkleinert werden.

(Foto: dpa)
Jean-Paul Chifflet
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Nach fünf Jahren bei der französischen Credit Agricole geht Jean-Paul Chifflet mit 65 Jahren in Rente. Seine Nachfolge trat am 20. Mai Philippe Brassac an.

(Foto: Reuters)

Zuletzt hatten sich die Geldhäuser 2014 auf Herz und Nieren prüfen lassen müssen. In diesem Jahr verzichtete die EBA auf einen Stresstest. Für 109 große Institute aus den 28 EU-Staaten will die Behörde aber zum Ende des Jahres eine Fülle von Daten veröffentlichen. Dabei geht es etwa um deren Kapitalausstattung, die Risiken in ihren Bilanzen und in ihren Kreditbüchern, und deren Entwicklung von Ende 2014 bis Mitte 2015. Aus Deutschland sind die 20 Banken mit von der Partie, die seit acht Monaten auch von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden – von der Deutschen Bank bis zur Hamburger Sparkasse.

Für die Banken soll diese „Transparenz-Übung“ weniger aufwendig sein als ein Stresstest. Denn die Aufseher ziehen die Daten zum größten Teil aus dem Material, das die EZB und die Aufsichtsbehörden in den Nicht-Euro-Staaten ohnehin von ihren Banken regelmäßig fordern. Nur in Einzelfällen seien Nachfragen zu erwarten.

Für die vier griechischen Großbanken plant die EZB schon im Herbst 2015 eine eingehende Überprüfung ihrer Bilanzen. Danach soll entschieden werden, welche von ihnen überlebensfähig sind.

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