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Bankenfusionen Topbanker kritisieren die neue Industriepolitik der Bundesregierung

Der Co-Chef der DZ Bank, Uwe Fröhlich, meint, dass sich nationale Champions durch Wettbewerb herausbilden – nicht durch die Unterstützung der Regierung.
20.02.2019 - 17:45 Uhr Kommentieren
Die Bundesregierung hält offenbar eine Fusion der beiden größten privaten deutschen Bankhäuser für denkbar. Quelle: dpa
Commerzbank und Deutsche Bank in Frankfurt

Die Bundesregierung hält offenbar eine Fusion der beiden größten privaten deutschen Bankhäuser für denkbar.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der neue Co-Chef der DZ Bank, Uwe Fröhlich, sieht die Initiative der Bundesregierung zur Lockerung des EU-Wettbewerbsrechts und Förderung großer Unternehmen kritisch. Er tue sich schwer mit der Idee, dass sich nationale Champions mit Unterstützung der Bundesregierung bilden, sagte er auf einer Bankenkonferenz am Mittwoch. Er sei „eher ein Anhänger davon, dass sich Champions über den Markt bilden“. „Daraus will ich keinen Hehl machen“, so Fröhlich.

Die Bundesregierung regt eine Neuausrichtung der Industriepolitik in der EU an und will eine Änderung des EU-Wettbewerbsrechts erreichen, so dass es leichter zu Zusammenschlüssen großer Unternehmen kommen kann – die sich dann besser gegen Konkurrenten aus den USA oder China behaupten können.

„Man soll den Markt auch dem Markt überlassen“, sagte Thomas Rodermann, Deutschlandchef der Schweizer Großbank UBS. Es sei der falsche Ansatz, davon auszugehen, dass Unternehmen sich allein durch die Größe besser positionieren könnten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat kürzlich eine „Nationale Industriestrategie 2030“ vorgestellt. Dabei nennt er Unternehmen wie Siemens, Thyssen-Krupp oder auch die Automobilhersteller und die Deutsche Bank. „Das Überleben solcher Unternehmen liegt im nationalen politischen und wirtschaftlichen Interesse“, heißt es in dem Papier.

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    Seit Wochen wird über einen möglichen Zusammenschluss von Deutscher Bank und Commerzbank spekuliert. Die Deutsche Bank ist das größte deutsche Geldhaus, die Commerzbank die Nummer drei nach der DZ Bank. So hat Commerzbank-Chef Martin Zielke nach Handelsblatt-Informationen deutlich gemacht, dass er offen wäre für einen Zusammenschluss mit der Deutschen Bank. Er glaubt, dass eine solche Fusion für die Bundesrepublik industriepolitisch vorteilhaft sein kann.

    Hintergrund ist, dass Deutsche Bank und Commerzbank beide relativ geringe Gewinne einfahren und unter dem starken Wettbewerb in Deutschland leiden. Das gilt allerdings für viele Geldhäuser, zumal kein Ende der niedrigen Zinsen absehbar ist. „Wir sind am Startpunkt von existenziellen Überlebenskämpfen“, sagte Rodermann. Er rechnet mit einem hohen Druck zur Konsolidierung.

    Auch Fröhlich, der das genossenschaftliche Spitzeninstitut seit Jahresbeginn zusammen mit Cornelius Riese führt, sagte: „Die Herausforderungen sind für uns alle groß.“ Das Management der DZ Bank arbeite intensiv daran, die operativen Erträge der Bank voranzubringen.

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