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Bankenregulierung Sorge über US-Vorstoß zur Finanzderegulierung

Das US-Finanzministerium will die Bankenregulierung überarbeiten. Beobachter fürchten eine Aufweichung auf breiter Front. EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger sieht nun die Stabilität des Finanzsystems in Gefahr.
28.06.2017 - 14:14 Uhr Kommentieren
Die EZB-Direktorin äußert Sorge über das Handeln des US-Finanzministeriums. Quelle: Reuters
Sabine Lautenschläger

Die EZB-Direktorin äußert Sorge über das Handeln des US-Finanzministeriums.

(Foto: Reuters)

Berlin EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat sich besorgt über US-Vorstöße zur Aufweichung der Bankenregulierung geäußert. „Es sieht so aus, als ob Elemente der globalen Finanzreformen aufgeschoben oder gar nicht erst umgesetzt würden“, sagte sie am Mittwoch auf einer Konferenz in Bonn. Nationale Initiativen seien nicht geeignet, die Stabilität des Finanzsystems zu stärken: „Das Gegenteil ist der Fall“, fügte sie hinzu.

Bereits zuvor hatten die Notenbanken Frankreichs und der Schweiz eindringlich davor gewarnt, die nach der Finanzkrise international verschärften Vorgaben wieder zurückzuschrauben. Das US-Finanzministerium hatte jüngst Pläne für eine Entschärfung vieler Vorschriften für heimische Banken vorgelegt.

Darin wird auch die Umsetzung einiger internationaler Kapital- und Liquiditätsstandards („Basel III“) teilweise infrage gestellt. Aktuell ringen Europäer und die USA im Rahmen des Baseler Ausschusses der globalen Bankenaufseher über letzte Elemente der Vorschriften. Wichtigster Streitpunkt ist die Frage, wie weit Geldhäuser die Risiken in ihren Bilanzen mit eigenen Modellen herunterrechnen dürfen, um Kapital zu sparen.

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