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Bankia und BMN Madrider Börse freut sich über Fusion von Krisenbanken

Die spanischen Krisenbanken Bankia und Banco Mare Nostrum (BMN) wollen bis Jahresende fusionieren. Freiwillig geschieht das nicht: Beide Institute sind längst verstaatlicht. Die Madrider Börse reagiert erfreut.
27.06.2017 Update: 27.06.2017 - 15:54 Uhr Kommentieren
In Spanien schließen sich die Banken Bankia und Banco Mare Nostrum (BMN) auf staatliche Anordnung hin zusammen. Quelle: dpa
Fusion zweier Krisenhäuser

In Spanien schließen sich die Banken Bankia und Banco Mare Nostrum (BMN) auf staatliche Anordnung hin zusammen.

(Foto: dpa)

Madrid In Spanien schließen sich die beiden krisengeplagten Geldhäuser Bankia und Banco Mare Nostrum (BMN) zur viertgrößten Bank des Landes zusammen. Bankia übernimmt den kleineren Rivalen BMN für 825 Millionen Euro, wie Bankia am Dienstag mitteilte. Der Staat hält nach milliardenschweren Geldspritzen jeweils knapp zwei Drittel der Anteile an Bankia und BMN und hofft, durch den Zusammenschluss der Geldhäuser möglichst viel des eingesetzten Steuergeldes zurückzubekommen.

Es ist nach der Notrettung der Banco Popular durch die Großbank Santander bereits die zweite Bankenfusion in Spanien binnen weniger Wochen. Die Banken wurden durch die heimische Immobilienkrise schwer getroffen, viele mussten vom Staat gestützt werden. Allein in Bankia und BMN flossen 24 Milliarden Euro an Steuergeld. Nach Jahren der Konsolidierung sind nun noch 13 Banken übrig - 2008 waren es noch 55.

Bankia-Chef Jose Sevilla sprach vom richtigen Zeitpunkt für eine Fusion. Die Wirtschaft erhole sich, die Arbeitslosigkeit sinke. Der Zusammenschluss werde sich schon nach einem Jahr auszahlen, binnen drei Jahren werde der Gewinn je Aktie um 16 Prozent steigen. Sevilla versprach Einsparungen von 155 Millionen Euro jährlich. Bankia könne sich neue Regionen erschließen, in denen sie bisher kaum aktiv sei. Die Bankia-Aktie legte um mehr als vier Prozent zu.

Abgewickelt wird der Deal über einen Aktientausch. Dazu gibt Bankia fast 206 Millionen neue Aktien an die BMN-Eigner aus, die damit 6,7 Prozent an dem fusionierten Institut halten werden.

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