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Banking Die deutschen Banken forcieren branchenweites Handy-zu-Handy-Bezahlverfahren

Deutsche Geldinstitute bündeln ihre Zahlungsangebote: Schon bald sollen sich die meisten Bankkunden gegenseitig Geld via Smartphone schicken können.
18.09.2020 - 12:00 Uhr Kommentieren
Die deutschen Geldhäuser peilen an, bald ein Handy-zu-Handy-Zahlsystem für die Kunden möglichst aller Banken anzubieten. Quelle: imago images/Rainer Unkel
Banken in Frankfurt

Die deutschen Geldhäuser peilen an, bald ein Handy-zu-Handy-Zahlsystem für die Kunden möglichst aller Banken anzubieten.

(Foto: imago images/Rainer Unkel)

Frankfurt Die deutschen Banken gehen einen weiteren Schritt bei der geplanten Bündelung ihrer Zahlungsangebote. Sie wollen bis zum Beginn des zweiten Quartals 2021 das Handy-zu-Handy-Zahlsystem ausbauen und weitere Banken anschließen, wie zwei Insider dem Handelsblatt sagten. Es sei angepeilt, dass das Angebot im April stehe, hieß es weiter

Bisher haben Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken Zugriff auf das Handy-zu-Handy-Zahlsystem „Kwitt“, das die Sparkassen Ende 2016 gestartet haben. Sie können aus der jeweiligen Banking-App heraus Kontakte im Smartphone auswählen und ihnen Geld schicken. Bei Beträgen bis zu 30 Euro geht das ohne Bestätigungscode.

Die Nutzerzahl ist zwar nach und nach gestiegen, aber wirklich etabliert hat Kwitt sich nicht. Aktuell nutzen 2,3 Millionen Sparkassenkunden Kwitt sowie 500.000 Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken – und damit nur ein kleiner Teil aller Kunden. Insgesamt führen die beiden Finanzgruppen gut 60 Millionen Girokonten.

Künftig sollen auch Kunden privater Banken Geld über das Handy schicken können. Dabei wird die Marke „Kwitt“ Finanzkreisen zufolge verschwinden. Stattdessen ist angepeilt, dass Handy-zu-Handy-Zahlungen bald unter dem Label „Giropay“ laufen, das auch für Onlinezahlungen gedacht ist. Womöglich werden einzelne Kreditinstitute aber erst im Laufe des kommenden Jahres bei den gemeinsamen Handy-zu-Handy-Zahlungen nachziehen.

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    Die Deutsche Kreditwirtschaft, die gemeinsame Interessenvertretung der verschiedenen Bankenverbände, wollte dazu keine Stellung nehmen. Auch die beiden großen privaten Geldhäuser, die Commerzbank und die Deutsche Bank, wollten sich nicht äußern.

    Keine großen Sprünge

    Ein gemeinsames Handy-zu-Handy-Zahlungsangebot wäre ein weiterer Schritt der Initiative #DK. Unter diesem Motto loten die deutschen Banken seit mehr als einem Jahr aus, wie sie ihre verschiedenen Zahlungsangebote bündeln können. Als erste konkrete Maßnahme bei #DK hatten die deutschen Geldhäuser kürzlich beschlossen, ihre beiden Onlinebezahlverfahren Paydirekt und Giropay zu verschmelzen. Dabei tritt Paydirekt als Käufer auf, das fusionierte Unternehmen soll aber unter dem Namen „Giropay“ am Markt auftreten.

    Gleichwohl sind beides keine großen Sprünge. Auch nach der Fusion werden Paydirekt und Giropay nur ein Nischendasein führen, sie können mit dem großen Konkurrenten Paypal, der in Deutschland inzwischen rund 26 Millionen Nutzer zählt, nicht mithalten. Daher geht der Boom des Onlineshoppings und eben auch von Onlinezahlungen zu einem großen Teil an den deutschen Geldhäusern vorbei.

    Ein Handy-zu-Handy-Zahlsystem, das alle Bankkunden in Deutschland nutzen können, dürfte dessen Akzeptanz steigern – allerdings nur, wenn die Geldhäuser dafür keine Extra-Gebühren verlangen. Ähnliche Angebote hatten vor einigen Jahren gleich drei Finanz-Start-ups gestartet. Angesichts geringer Nachfrage mussten Cookies und Cringle jedoch aufgeben, Lendstar konnte nicht allein weitermachen.

    Als drittes Element bei #DK geht es darum, zu ermöglichen, dass Verbraucher auch mit der Girocard, besser bekannt unter ihrem alten Namen „EC-Karte“, beim Onlineshopping bezahlen können. Es sind rund 100 Millionen Girocards im Umlauf, anders als mit Kreditkarten kann man aber Einkäufe im Internet damit nicht begleichen.

    Mehr: Die Coronakrise verstärkt den Trend zum bargeldlosen Bezahlen

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