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Bausparkassen Wüstenrot schlägt Schwäbisch Hall

Halbjahresbilanz der Bausparkassen: Die Wüstenrot bleibt nach Zahlen vor dem Konkurrenten Schwäbisch Hall. Leichte Probleme hatten die Privaten in den vergangenen Monaten mit Neuverträgen.
14.08.2014 - 19:16 Uhr Kommentieren
Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische: Die private Bausparkasse schlägt die Konkurrenz im ersten Halbjahr. Quelle: dpa

Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische: Die private Bausparkasse schlägt die Konkurrenz im ersten Halbjahr.

(Foto: dpa)

Frankfurt Deutschlands zweitgrößte Bausparkasse Wüstenrot hat sich im ersten Halbjahr besser gehalten als der Erzrivale Schwäbisch Hall. Das sogenannte Netto-Neugeschäft ging auf 5,5 (Vorjahr: 5,7) Milliarden Euro zurück, wie die Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische (W&W) am Donnerstag mitteilte. Bei der genossenschaftlichen Schwäbisch Hall war das Neugeschäft eingebrochen, nachdem der Marktführer Mitte 2013 neue Tarife mit niedrigeren Spar- und Kreditzinsen eingeführt hatte. Viele Kunden wollten sich vorher noch die höheren Zinsen sichern.

Das zog die privaten Bausparkassen im ersten Halbjahr 2014 insgesamt nach unten. Ihr Verband teilte am Donnerstag mit, der Zahl der neu geschlossenen Verträge sei um ein Drittel auf 830.000, die damit verbundene Bausparsumme um 21 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro gesunken. „Bis Ende des Jahres dürfte sich das Neugeschäft wieder weitgehend normalisieren“, sagte ein Sprecher. Allerdings hielten sich die Kunden wegen der geringen Zinsen bei allen langfristigen Sparprodukten generell zurück. Schwäbisch Hall ist die mit Abstand größte private Bausparkasse. Bei ihr wurden im ersten Halbjahr nur noch halb so viele Verträge abgeschlossen wie ein Jahr zuvor, die Bausparsumme sank um ein Drittel.

Andere Bausparkassen hatten die Tarife in mehreren Schritten oder zu einem anderen Zeitpunkt angepasst. Das mache die Zahlen seit Jahren schwer vergleichbar, sagte ein Branchenexperte. Die Landesbausparkassen (LBS), die zum Sparkassensektor gehören, verzeichneten von Januar bis Juni im Netto-Neugeschäft nur ein Minus von 1,8 Prozent auf eine Bausparsumme von 18,1 Milliarden Euro, wie aus internen Branchendaten hervorgeht. Brutto- und Netto-Neugeschäft unterscheiden sich zeitlich: Bei ersterem reicht die Unterschrift unter den Bausparvertrag, bei dem zweiten muss auch die Abschlussgebühr bezahlt sein.

Der Wüstenrot-Mutterkonzern W&W rechnet trotz des Rückgangs seiner Bausparkasse in diesem Jahr mit einem stärker steigenden Gewinn. Die bisherige Prognose von 180 (155) Millionen Euro für 2014 werde wahrscheinlich deutlich übertroffen, erklärte Vorstandschef Alexander Erdland. Nach sechs Monaten standen 131 (126) Millionen zu Buche. Vor allem in der Sachversicherung der Württembergischen läuft das Geschäft gut.

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