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Benoît Cœuré Ist das der künftige Notenbankchef Frankreichs?

Der Digitalexperte wechselt vom Direktorium der EZB zur Bank für Internationalen Zahlungsausgleich – doch das könnte nur ein Zwischenschritt sein.
11.11.2019 - 17:41 Uhr Kommentieren
Der Franzose ist Experte für Digitalwährungen. Quelle: Bloomberg
Benoît Cœuré

Der Franzose ist Experte für Digitalwährungen.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Benoît Cœuré hat eine für Notenbanker ungewöhnliche Qualifikation: Der Franzose gilt als Sprachtalent, unter anderem beherrscht er Japanisch. Künftig kann er diese Begabung bei der „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“ (BIZ) nutzen. Wie am Montag bekannt wurde, soll Cœuré bei der „Notenbank der Notenbanken“ ein neues Innovationslabor leiten. Ein eher bescheiden klingender Posten im Vergleich zur bisherigen Karriere des 50-Jährigen, doch das ändert nichts an der Tatsache: Cœuré wird auch als Kandidat für höhere Ämter gehandelt.

Im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) war Cœuré bislang unter anderem für den Bereich Märkte zuständig, wo auch die milliardenschweren Anleihekäufe organisiert werden. Damit galt der Franzose hinter Mario Draghi als wichtigster Kopf der EZB – im Dezember endet dort seine Amtszeit.

Der Franzose genießt an den Finanzmärkten, aber auch im EZB-Rat und bei den Mitarbeitern der Notenbank einen hervorragenden Ruf. Er war vor vier Jahren als neuer Chef der Banque de France im Gespräch, später als Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und als möglicher Draghi-Nachfolger.

Stattdessen soll der Franzose nun ab Januar das neu gegründete Innovationszentrum der BIZ in Basel leiten. „Wir müssen Technologie auf die bestmögliche Art verwenden, um die Finanzstabilität zu unterstützen und finanzielle Inklusion voranzutreiben“, sagte Cœuré. Das Innovationslabor soll etwa erproben, ob sich die Blockchain-Technik künftig für Geschäfte von Notenbanken einsetzen lässt. Mit dem Thema ist Cœuré aus hochrangigen Arbeitsgruppen vertraut.

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    Cœuré wird seinen neuen Posten am 15. Januar 2020 antreten, die Amtszeit ist auf fünf Jahre angelegt. Beobachter bezweifeln allerdings, dass er tatsächlich so lange bleibt. Cœuré wäre ein möglicher Kandidat für den Posten der französischen Notenbank, wenn der bisherige Chef François Villeroy de Galhau nach dem Ende seiner Amtszeit im November 2021 nicht weitermacht. Michael Brächer, Jan Mallien

    Mehr: Bei der Frage, wie viel die EZB gegen die Erderwärmung tun muss, prallen die Meinungen aufeinander. Die Zentralbank muss klären, wie sie Klimaschutz mit ihrem Mandat vereinbaren kann.

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