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Beschattungsaffäre Credit Suisse wehrt sich weiter gegen die von der Aufsichtsbehörde bestellten Prüfer

In der Spitzelaffäre wehrt sich das Schweizer Institut gegen die Bestellung der Anwaltskanzlei Quinn Emanuel durch die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma. Die Kanzlei ist in den Augen der Bank nicht unabhängig.
29.05.2020 - 11:30 Uhr Kommentieren
Die Schweizer Großbank wehrt sich gegen die Finanzmarktaufsicht Finma. Quelle: Reuters
Credit Suisse in Zürich

Die Schweizer Großbank wehrt sich gegen die Finanzmarktaufsicht Finma.

(Foto: Reuters)

Zürich In der Affäre rund um die Beschattung eines ehemaligen Spitzenmanagers läutet die Großbank Credit Suisse eine weitere Runde ein. Das Schweizer Institut lehnt die Bestellung der Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan als unabhängigen Prüfer des Falls durch die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma weiterhin ab. Gegen einen entsprechenden Gerichtsentscheid legt die Bank Berufung ein.

„Credit Suisse bestätigt, dass sie das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom Bundesgericht überprüfen lässt“, erklärte die Bank am Freitag. Zuvor hatte die Zeitung „Tages-Anzeiger“ über die Berufung berichtet.

Über die im Herbst vergangenen Jahres publik gewordene Überwachung des früheren Star-Managers Iqbal Khan sowie einen zweiten ähnlichen Fall waren sowohl Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam als auch Chief Operating Officer Pierre-Olivier Bouee gestrauchelt. Zur Untersuchung der Affäre hatte die Finma einen unabhängigen Prüfbeauftragten bei der zweitgrößten Schweizer Bank des Landes installiert.

Doch Credit Suisse spricht Quinn Emanuel die Unabhängigkeit ab. „Nach unserer Auffassung ist Quinn Emanuel nicht wie gesetzlich gefordert unabhängig, weil sie weltweit viele Gerichtsprozesse gegen die Bank führt“, heißt es in der Stellungnahme. Dennoch arbeite die Bank weiter vollumfänglich mit dem Prüfbeauftragten zusammen.

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    Die Finma entgegnete, bei der Mandatierung von Prüfbeauftragten messe die Behörde der Frage der Unabhängigkeit großes Gewicht bei. Die Vorabklärungen des Prüfbeauftragten liefen wie geplant weiter.

    Mehr: Starke Zahlen - Wie die Credit Suisse die Krise meistert

    • rtr
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