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Betrugsermittlungen Milliardensumme im Fall Monte Paschi beschlagnahmt

1,8 Milliarden Euro hat die Justiz bei der japanischen Bank Nomura und bei früheren Monte Paschi-Managern beschlagnahmt. Die Behörden ermitteln in Italien wegen riskanter Derivategeschäfte.
16.04.2013 - 15:42 Uhr Kommentieren
Haupteingang der Monte Paschi-Zentrale. Ehemaligen Managern geht es ans Geld. Quelle: Reuters

Haupteingang der Monte Paschi-Zentrale. Ehemaligen Managern geht es ans Geld.

(Foto: Reuters)

Siena Im Rahmen der Betrugsermittlungen gegen die italienische Bank Monte dei Paschi di Siena hat ein italienisches Gericht die Beschlagnahmung von mehr als 1,8 Milliarden Euro bei früheren Managern und der japanischen Bank Nomura angeordnet.

Der Großteil der Summe falle auf die Mailänder Nomura-Tochter Banca Nomura, teilte die Staatsanwaltschaft in Siena am Dienstag mit. Geringere Beträge würden vom früheren Monte-Paschi-Chairman Giuseppe Mussari, dem ehemaligen Generaldirektor Antonio Vigni und dem früheren Leiter der Finanzabteilung, Gian Luca Baldassari, gefordert. Von den Beteiligten war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Wegen der Affäre hat Monte dei Paschi zwei ehemalige Manager, Nomura und die Deutsche Bank auf Schadenersatz verklagt. Mussari und Vigni müssen Insidern zufolge wegen der riskanten Finanzgeschäfte schon je 500.000 Euro Strafe zahlen. Die Deutsche Bank wies Vorwürfe Mitte März zurück und kündigte an, sich mit aller Macht gegen die Klagen zu wehren.

Die Geschäfte hatten Monte Paschi geschätzte Verluste von 730 Millionen Euro eingebrockt. Es geht um die Transaktion Alexandria, die von Juli bis Oktober 2009 gemeinsam mit dem japanischen Finanzkonzern Nomura abgewickelt wurde, und die Transaktion Santorini, an der im Dezember 2008 die Deutsche Bank beteiligt war. Monte Paschi - die älteste Bank der Welt - steckt tief in den roten Zahlen und konnte nur dank Staatshilfe in Milliardenhöhe gerettet werden.

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