Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bilanzfälschung Der Commerzialbank-Skandal nahm seinen Anfang schon 1992

Die Commerzialbank hat große Guthaben bei anderen österreichischen Banken vorgetäuscht. Dieser Betrug begann laut Aussagen eines Anwalts bereits vor 30 Jahren.
14.08.2020 - 12:57 Uhr Kommentieren
Der Ex-Bankchef soll die Bilanz unter anderem mit erfundenen Guthaben bei anderen Banken sowie fiktiven Krediten geschönt haben. Quelle: dpa
Skandal um die Commerzialbank

Der Ex-Bankchef soll die Bilanz unter anderem mit erfundenen Guthaben bei anderen Banken sowie fiktiven Krediten geschönt haben.

(Foto: dpa)

Wien Der Millionenskandal um die österreichische Commerzialbank hat nach Angaben des Anwalts des ehemaligen Bankchefs schon vor fast 30 Jahren begonnen. Sein Mandant habe bereits 1992 in betrügerischer Weise gehandelt, sagte Rechtsanwalt Norbert Wess in der ORF-Sendung „ZiB2“. „Spätestens 2000 war die Bank wohl insolvent.“ In der Vergangenheit sei die Bilanz der Commerzialbank, die im Bundesland Burgenland beheimatet ist, mehrmals geprüft worden.

Ein Vertreter vom Interessenverband für Anleger sprach in der Sendung von einem „systemischen Versagen“. Der Ex-Bankchef soll die Bilanz unter anderem mit erfundenen Guthaben bei anderen Banken sowie fiktiven Krediten geschönt haben. In dem Fall ist ein mutmaßlicher Schaden von 690 Millionen Euro entstanden.

Die Finanzmarktaufsicht hatte den Betrieb der Bank Mitte Juli untersagt. Die Bank ist seit dieser Woche geschlossen. Betroffen sind rund 10.000 Sparer. Die Einlagensicherung hat bisher nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Euro an die Sparer als Entschädigung ausgezahlt.

Nach Darstellung der Zeitung „Kurier“ (Freitag) wurden für die Wirtschaftsprüfer die Commerzialbank-Guthaben bei anderen Banken auf recht einfache Weise gefälscht.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    So seien die Namen der Sachbearbeiter der anderen Bank recherchiert worden. Dann sei der Brief mit der falschen Bankbestätigung über das Guthaben am Ort der anderen Bank eingeworfen worden. „Mit dem Poststempel wollte man Authentizität schaffen“, schreibt das Blatt.

    „Das System hätte schon viel früher auffliegen können, wenn die Wirtschaftsprüfer oder auch die FMA (Finanzmarktaufsicht) die Bankbestätigungen direkt bei den betreffenden Banken eingeholt hätten“, so Wess in der Zeitung.

    Mehr: Wirecard – Nach FDP und Linkspartei tendieren auch die Grünen zu einem Wirecard-Untersuchungsausschuss

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Bilanzfälschung - Der Commerzialbank-Skandal nahm seinen Anfang schon 1992
    0 Kommentare zu "Bilanzfälschung : Der Commerzialbank-Skandal nahm seinen Anfang schon 1992"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%