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Bilanzreform EZB warnt vor Herausforderungen für Banken

Nach der Finanzkrise hat die Politik eine Verschärfung der Standards für Banken gefordert. 2018 sollen neue Bilanzregeln für Geldhäuser eingeführt werden. Doch die EZB warnt vor den Veränderungen.
22.09.2015 - 13:44 Uhr
Banken sollen künftig dank neuer Bilanzregeln ein realistischeres Bild von der Finanzlage zeichnen müssen. Quelle: dpa
Bankentürme in Frankfurt

Banken sollen künftig dank neuer Bilanzregeln ein realistischeres Bild von der Finanzlage zeichnen müssen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die in der EU geplanten verschärften Bilanzregeln für Geldhäuser werden nach Ansicht der obersten EZB-Bankenaufseherin ein echter Prüfstein für die Branche. Mit der für 2018 angepeilten Einführung neuer Standards für die Bewertung drohender Verluste aus finanziellen Vermögenswerten seien größere Veränderungen und Herausforderungen für die Branche verbunden, warnte Daniele Nouy am Dienstag auf einer Konferenz in Paris. Die verschärften Regeln sind eine Lehre aus der Finanzkrise, in der manche Banken keine ausreichende Vorsorge für faule Kredite in ihren Büchern getroffen hatten. Letztlich musste der Staat und damit der Steuerzahler einspringen, um die Institute zu retten.

Die Gruppe der führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatte daraufhin eine Verschärfung der Standards gefordert. Allerdings sind die vom International Accounting Standards Board festgelegten Regeln von der EU noch nicht formal abgesegnet worden, was Zweifel an der geplanten Einführung ab 2018 genährt hat.

Das im Fachjargon unter dem Kürzel „IFRS 9“ bekannte Reformwerk schreibt den Banken vor, frühzeitig Risikovorsorge für zu erwartende Verluste vorzunehmen. Dabei müssen die Institute bei absehbar größeren Kreditrisiken oder einer Insolvenzgefahr des Schuldners ihre Vorsorge entsprechend erhöhen. Die Umsetzung dieses neuen Wertminderungsmodells ist nach den Worten Nouys die eigentliche Herausforderung für die Banken bei der Bilanzreform.

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