Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Bilanzskandal Philippinen nehmen bei Wirecard-Untersuchung 57 Personen ins Visier

Die philippinischen Behörden untersuchen den Wirecard-Skandal weiter. Nun ermitteln sie gegen 57 Personen, die in die Affäre verwickelt sein könnten.
11.09.2020 - 12:55 Uhr Kommentieren
Der Finanzdienstleister hatte im Juni Insolvenz angemeldet, nachdem Prüfer 1,9 Milliarden Euro nicht auffinden konnten.
Wirecard-Logo

Der Finanzdienstleister hatte im Juni Insolvenz angemeldet, nachdem Prüfer 1,9 Milliarden Euro nicht auffinden konnten.

Manila Die philippinischen Behörden richten ihre Untersuchung im Zusammenhang mit dem Wirecard-Bilanzskandal auf 57 In- und Ausländer. Es handle sich um Personen, die potenziell in die Affäre um den Zahlungsabwickler aus dem Münchener Umland verwickelt sein könnten, teilte der Leiter der Stelle zur Bekämpfung von Geldwäsche, Mel Georgie Racela, am Freitag auf einer virtuellen Pressekonferenz mit. Mit den deutschen Behörden werde zusammengearbeitet.

Ermittelt werde unter anderem gegen Angestellte von zwei örtlichen Banken sowie gegen zwei philippinische Einwanderungsbeamte, die Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Wirecard-Vertriebsvorstands Jan Marsalek gefälscht haben sollen. Gleichzeitig betonte Racela erneut, dass die von dem Zahlungsdienstleister vermissten 1,9 Milliarden Euro nicht ins philippinische Finanzsystem gelangt seien und es auch keine Berichte über verdächtige Transaktionen gebe. Deshalb sei der Fall für das Land „nicht so riesengroß“.

Wirecard hatte im Juni Insolvenz angemeldet, nachdem Prüfer 1,9 Milliarden Euro nicht auffinden konnten. Die Philippinen stehen mit im Fokus der Affäre, da das fehlende Geld angeblich auf Treuhandkonten zweier Banken in dem Land geparkt war.

Doch entsprechende Dokumente erwiesen sich als Fälschung. In Deutschland wird unter anderem wegen Bilanzfälschung, Betrug, Marktmanipulation und Geldwäsche ermittelt. Auch ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll sich mit der Affäre befassen. Es ist einer der größten Finanzskandale der Nachkriegszeit.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    In den Philippinen seien die Behörden unter anderem an Mitarbeitern der BDO Unibank und der Bank of the Philippine Islands interessiert, sagte Racela. Auf der Liste stünden auch Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde, die Ein- und Ausreiseinformationen gefälscht haben sollen. Die beiden philippinischen Banken selbst seien nicht mehr Teil der Untersuchung.

    Mehr: Das sind die größten Prüfungsskandale der 2000er-Jahre.

    • dpa
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Bilanzskandal - Philippinen nehmen bei Wirecard-Untersuchung 57 Personen ins Visier
    0 Kommentare zu "Bilanzskandal: Philippinen nehmen bei Wirecard-Untersuchung 57 Personen ins Visier"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%