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Bitcoin-Bank Neobank Nuri startet Sparpläne für Bitcoin und Ethereum

Die Berliner Bank will Investments in Kryptowährungen so einfach machen wie ETF-Sparpläne. Ab Dienstag können Kunden monatlich in Kryptowährungen investieren.
23.08.2021 Update: 24.08.2021 - 17:02 Uhr Kommentieren
Nuri plant nicht weniger als die „Zukunft des Bankings“, so die Eigenwerbung. Quelle: Moment/Getty Images
Bitcoin

Nuri plant nicht weniger als die „Zukunft des Bankings“, so die Eigenwerbung.

(Foto: Moment/Getty Images)

Frankfurt Am Tiefpunkt einsteigen und auf dem Kursgipfel aussteigen – der Traum der meisten Privatanleger. Die schnöde Wahrheit ist: Kaum ein Anleger findet genau den richtigen Zeitpunkt für ein Investment. Abertausende Telekom-Anleger können ein Lied davon singen. Doch inzwischen gibt es Lösungen, darunter die immer beliebteren Sparpläne.

Diese machen ein regelmäßiges Investment möglich. Anleger investieren so unabhängig davon, ob die Kurse sinken oder fallen, und eliminieren damit das psychologische Element beim Investieren, das zu falschen Entscheidungen führen kann. Geht es nach der Berliner Neobank Nuri, soll das nun auch für den Kryptomarkt gelten.

Wie das Handelsblatt vorab erfahren hat, startet am Dienstag ein neuer Service für Nuri-Kunden: Sie können automatisierte Sparpläne für Investments in Bitcoin und Ethereum erstellen – das erste derartige Angebot einer deutschen Bank. Im Juli hatte bereits die Krypto-Investmentplattform Coindex aus Bielefeld einen entsprechenden Service gestartet.

Los geht es bei Nuri ab 30 Euro pro Monat. „Viele Anleger fragen sich: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um beim Bitcoin einzusteigen“, sagte Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer dem Handelsblatt. „Wir glauben: Für einen Einstieg ist es nie zu spät. Aber der Versuch, den Markt zu schlagen, geht oft nicht auf. Daher ist es wichtig, dass man regelmäßig investiert.“

Auf lange Frist sparten Kunden so Kosten, so Walcker-Mayer. Außerdem würden die Auswirkungen der Marktvolatilität reduziert. „Wer regelmäßig kleinere Beträge investiert, ist weniger abhängig von den starken Kursschwankungen bei Bitcoin und Ethereum. Der langfristige Kurstrend zeigt klar nach oben.“

Der Bitcoin-Kurs schwankt zum Teil heftig: Am Montag stieg er das erste Mal seit drei Monaten über die Marke von 50.000 Dollar, nachdem er vor knapp fünf Wochen noch bei unter 30.000 Dollar gelegen hatte.

250

Tausend

Kunden hat die Berliner Kryptobank Nuri inzwischen. Binnen Jahresfrist ist sie damit zur zweitgrößten Neobank mit Sitz in Deutschland geworden. (Quelle: Nuri)

Eine Prognose, wie viele Kunden das neue Angebot nutzen werden, wollte Walcker-Mayer nicht abgeben. „Unsere Bestandskunden haben immer wieder nach Krypto-Sparplänen gefragt. Aber wir erwarten auch eine erhöhte Nachfrage von Neukunden. Der Bedarf am Markt ist da. Und wir verbinden ihn mit einem klassischen Girokonto.“

Nuri setzt auf Flexibilität: Bei Bedarf können Zahlungen übersprungen oder angepasst werden, auch kann der Kryptosparplan jederzeit gelöscht werden. Kauf und Verkauf der Bitcoin- und Ether-Münzen wickelt Nuri ab. Nutzen können den Service jedoch nur Kunden, die sich für sogenannte „Custodian Wallets“ entschieden haben, also fremdverwaltete Kryptogeldbörsen.

Diese bietet Nuri mit dem Berliner Partner Solarisbank an. Kunden, die die Schlüssel zu ihren virtuellen Portemonnaies selbst verwalten, können keinen Sparplan eröffnen. „Darüber denken wir für die Zukunft nach“, so Walcker-Mayer.

Möglich seien irgendwann auch Sparpläne für andere Finanzprodukte, etwa für klassische Aktien oder Indexfonds (ETFs). „Wir wollen, dass Nuri-Nutzer zwischen verschiedenen Finanzprodukten wählen können, auch abseits der Kryptowelt.“

Neben den Sparplänen arbeitet Nuri weiter an der vielleicht größten Idee der Berliner: dem sogenannten Euro-Ertragskonto. Eigentlich sollte dieses längst starten. Auf dem Euro-Ertragskonto sollen Kunden zinsähnliche Erträge von zwei Prozent erhalten. Heißt: Kunden könnten ihr Vermögen ganz regulär in Euro parken. Einen Teil des Geldes will Nuri in Kryptoform verleihen, was die hohe Rendite möglich machen soll. Doch bisher hängt das Projekt an rechtlichen und technischen Schwierigkeiten.

Nuri ist nach eigenen Angaben mit über 250.000 Kunden in 32 europäischen Ländern heute nach N26 und vor Vivid Money, die ebenfalls aus Berlin kommen, die zweitgrößte Neobank mit Sitz in Deutschland. Nuri gilt als eines der wenigen deutschen Vorzeigeprojekte im Kryptouniversum. Zielgruppe sind Einsteiger und fortgeschrittene Nutzer mit Interesse an den virtuellen Währungen Bitcoin und Ethereum. Ihnen bietet die Neobank ein klassisches Girokonto, außerdem eine Kryptohandelsoption.

Mehr: Neobank Nuri wirbt Ripple-Expertin als neue Technikvorständin an

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