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Britische Banken Kreditausfälle drücken Gewinn von Standard Chartered – Lloyds-Chef sieht Hoffnungsschimmer

Die Belastungen durch Kreditausfälle waren bei Standard Chartered deutlich niedriger als im zweiten Quartal. Lloyds sieht eine „ermutigende Erholung“.
29.10.2020 Update: 29.10.2020 - 09:19 Uhr Kommentieren
Die Bilanzsaison im dritten Quartal bringt einige Lichtblicke für britische Banken. Quelle: Bloomberg
Londoner Skyline

Die Bilanzsaison im dritten Quartal bringt einige Lichtblicke für britische Banken.

(Foto: Bloomberg)

Hongkong, London Mehrere britische Banken haben an diesem Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt. Bei der Standard Chartered Bank haben Kreditausfälle und die niedrigen Zinsen den Gewinn gedrückt. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern fiel im dritten Quartal um 40 Prozent auf 745 Millionen Dollar, wie Standard Chartered mitteilte. Das hauptsächlich in Asien aktive Geldhaus erhöhte die Vorsorge für faule Kredite gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27 Prozent auf 358 Millionen Dollar.

Damit waren die Belastungen durch Kreditausfälle aber deutlich niedriger als im zweiten Quartal, als gut 600 Millionen Dollar zu Buche standen. Analysten hatten für das dritte Quartal eine ähnlich hohe Belastung erwartet. „Niedrigere Zinsen wirken sich weiter auf die Einnahmen aus, aber wir sind gut positioniert, um unsere Finanzziele zu erreichen – wenn auch mit etwas Verspätung“, sagte Vorstandschef Bill Winters.

Weniger Risikovorsorge bei Lloyds

Die britische Bank Lloyds sieht nach der Rückkehr in die schwarzen Zahlen Licht am Ende des Tunnels. „Obwohl unser Geschäft von der Corona-Pandemie stark beeinträchtigt war, sehen wir eine ermutigende Erholung“, sagte Lloyds-Chef António Horta-Osório am Donnerstag. Im Sommerquartal habe vor allem das Geschäft mit Baufinanzierungen gebrummt, zudem habe die Bank nicht mehr so viel wie im ersten Halbjahr für faule Kredite zur Seite legen müssen. Jedoch gingen die Erträge wegen der niedrigen Zinsen in Großbritannien zurück. Die Bank of England hat die Leitzinsen wegen der Coronakrise nahe Null gesenkt und zieht sogar negative Zinsen wie die Europäische Zentralbank in Betracht.

Der bereinigte Gewinn von Lloyds ging im vergangenen Quartal um mehr als ein Drittel auf 1,16 Milliarden Pfund zurück. Vor Steuern verdiente die größte britische Privatkundenbank 1,04 Milliarden Pfund nach 50 Millionen Pfund im Vorjahreszeitraum. Damals war das Ergebnis belastet durch milliardenschwere Kosten für die Entschädigung von Kunden für unrechtmäßig abgeschlossene Kreditausfall-Versicherungen. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Nettogewinn gerechnet.

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    Zugute kam Lloyds eine sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Baufinanzierungen. Sie schloss Neufinanzierungen im Volumen von 3,5 Milliarden Pfund ab, so viel wie seit 2008 nicht mehr. Für drohende Kreditausfälle legte Lloyds im Sommerquartal 301 Millionen Pfund zur Seite, nur noch ein Zehntel des Niveaus im zweiten Quartal und deutlich weniger als von Analysten erwartet.

    Mehr: Der Credit-Suisse-Gewinn ist im dritten Quartal um mehr als ein Drittel gesunken.

    • rtr
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