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Britische Großbank HSBC-Interimschef Noel Quinn darf CEO bleiben

Die britische HSBC ernennt Noel Quinn zum neuen Chef. Der 58-Jährige hat der Bank bereits seinen Stempel aufgedrückt. Damit endet eine monatelange Suche.
17.03.2020 - 19:43 Uhr Kommentieren
Der Übergangschef wird zur Dauerlösung. Quelle: AFP
Noel Quinn

Der Übergangschef wird zur Dauerlösung.

(Foto: AFP)

London Der Verwaltungsrat hat ihn lange zappeln lassen, doch nun ist die Entscheidung gefallen: Noel Quinn wurde am Dienstag mit sofortiger Wirkung zum permanenten HSBC-Chef befördert. Der 58-Jährige führte die Geschäfte bisher nur als Interimschef.

Mit Quinns Ernennung ist eine zähe Nachfolgersuche zu Ende, die Europas größte Bank monatelang beschäftigte und zuletzt Unverständnis hervorrief.

Verwaltungsratschef Mark Tucker war voll des Lobes für seinen neuen Vorstandsvorsitzenden. „Noel Quinn hat sich als der herausragende Kandidat erwiesen, die Rolle dauerhaft zu übernehmen, die er seit August 2019 auf Interimsbasis beeindruckend ausgefüllt hat“, teilte er mit.

Die Frage ist, warum es dann so lange gedauert hat. Seit der Entlassung des entscheidungsschwachen John Flint im vergangenen August hatte Tucker einen Nachfolger gesucht, der den Umbau der Bank beherzt angeht. Idealerweise sollte er – wie er selbst - von außen kommen.

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    Quinn hatte in den vergangenen Monaten alles getan, um sich als harter Sanierer zu beweisen. Anleger und Analysten hatten daher mit seiner Beförderung im Februar gerechnet, als Quinn die Jahreszahlen und eine neue Strategie vorlegte. Die Ankündigung blieb jedoch aus. Dies wurde als Misstrauensvotum gegenüber Quinn gewertet. Offenbar war man im Verwaltungsrat nicht ganz überzeugt von ihm.

    Danach kam heraus, dass Tucker bei Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier angefragt hatte, einem Superstar der Branche. Die Gerüchteküche brodelte einige Tage, bis Mustier offiziell mitteilen ließ, dass er bei der Unicredit bleibe.

    Nun muss Quinn mit dem Ruf leben, dass er nur zweite Wahl war - trotz des überschwänglichen Lobs von Tucker. Dass die Ankündigung komplett von der Corona-Krise überschattet wird, dürfte beiden ganz recht sein. Die Bank verschickte die Mitteilung, während der britische Schatzkanzler Rishi Sunak ein 330-Milliarden-Pfund-Rettungspaket für die Wirtschaft verkündete.

    Mit Quinn setzt die Bank die Tradition fort, ein Eigengewächs an die Spitze zu setzen. Doch setzt er nicht auf Kontinuität. In seiner kurzen Zeit an der Spitze hat er das Management umgekrempelt, Schlüsselposten neu besetzt, eine Strukturreform und zehntausende Stellenstreichungen angekündigt. Deshalb galt er hausintern auch als Favorit auf den Posten.

    Die Corona-Krise dürfte Tuckers Entscheidung am Ende beschleunigt haben. Angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage konnte sich die Bank eine ungeklärte Führungsfrage nicht länger leisten.

    Mehr: HSBC-Vorstandschef Noel Quinn plant den Generalumbau der britischen Bank, sitzt aber auf dem Schleudersitz.

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