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Britischer Sportwagenhersteller Deutsche Bank bereitet Börsengang von Aston Martin vor

Die James-Bond-Automarke Aston Martin soll an die Börse - und die Deutsche Bank ist einer der Konsortialführer.
24.04.2018 - 17:52 Uhr Kommentieren
Der britische Autohersteller Aston Martin will den Gang an die Börse wagen. Quelle: dpa
James-Bond-Dreh in Rom

Der britische Autohersteller Aston Martin will den Gang an die Börse wagen.

(Foto: dpa)

London Der geplante Börsengang von Aston Martin nimmt Konturen an. Neben Goldman Sachs und JP Morgan agiert die Deutsche Bank als Konsortialführer, wie Finanzkreise dem Handelsblatt bestätigten. Zuerst hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung darüber berichtet. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Vorgang nicht äußern.

Wo der Börsengang stattfindet, ist noch unklar. Infrage kommen London oder New York. Laut FAZ hoffen die Investoren von Aston Martin auf eine Bewertung von vier bis fünf Milliarden Pfund. Der Sportwagenhersteller aus dem englischen Städtchen Gaydon hatte schon vor einiger Zeit bekannt gegeben, mit einem Börsengang zu liebäugeln. Dem 1913 gegründeten Unternehmen geht es derzeit gut - nach einem rasanten Auf und Ab in den vergangenen Jahrzehnten. Mehrfach stand der Autobauer vor dem finanziellen Aus.

Doch für das vergangene Jahr vermeldete Firmenchef Andy Palmer einen Rekordumsatz von 880 Millionen Pfund und immerhin einen Vorsteuergewinn von 87 Millionen – nach einem Minus von 163 Millionen ein Jahr zuvor. 5117 der Sportwagen wurden verkauft, nach 3229 im Jahr 2016. Vor allem der neue Sportwagen DB11 und Sondermodelle liefen gut, vermeldete das Unternehmen stolz.

Aston Martin DB 11 – außen Bond, innen Daimler
Optischer Hingucker
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Kein Auto des britischen Film-Agenten James Bond hat jemals eine so große Wirkung entfaltet, wie der Aston Martin DB5 in den 60er-Jahren. Bis heute spielen die Macher bei Aston Martin gerne mit dem Bond-Image, schließlich beschert es ihnen kostenlose Werbung und wirkt stilbildend auf das Image der Marke. Doch Aston muss nach vielen harten Jahren am Rande des Abgrunds seine aktuellen Modelle auch in der Gegenwart verkaufen. Von daher stellt sich beim DB 11 Coupé die Frage: Gibt es für Aston Martin überhaupt ein Leben jenseits von James? Zumindest optisch ist der Wagen ein Hingucker.

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Zeitloses Design
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Die Form des 2+2-Sitzers hat alle Zutaten eines klassischen Sportwagens: Eine lange Motorhaube, eine hohe Gürtellinie mit wenig seitlichem Glasanteil und imposantes Heck. Der DB 11 Coupé besticht mit zeitlosem Design.

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Neue Fahreigenschaften
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Der Nachfolger des von 2004 bis 2016 gebauten DB 9 steht auf einer neuen Plattform, die es den Briten ermöglicht, einen echten Gran Turismo auf den Markt zu bringen. Der DB 11 fährt sich in eben jener Einstellung, nämlich GT, immer sportlich, aber auch für Langstrecken noch komfortabel genug. Schaltet man dagegen in den Sport-Modus, wechselt das Coupé seinen Charakter, wird laut und radikal. Das funktioniert technisch prächtig, will aber zur souveränen Ausstrahlung des Fahrzeugs nicht so recht passen.

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Von wegen Viersitzer
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Das Gesamtpaket aus Motor und Achtgang-Automatikgetriebe stimmt aber, die Lenkung ist exakt, die Bremsen packen beherzt zu. Auch an der Sitzposition gibt es zumindest für normal gewachsene Menschen nichts auszusetzen.  Man darf nur die Angabe „Viersitzer“ nicht ernst nehmen. Das Coupé ist ein Zweier mit zusätzlicher Ablagemöglichkeit auf den „Rücksitzen“.

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V8-Technik aus Stuttgart
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Erste Wahl im Motorraum ist beim DB11 der V8-Motor. Im Vergleich zur Ausstattung mit dem 21.000 Euro teureren V12 liegt der Wagen weniger stark auf der Vorderachse, immerhin ist er 115 Kilo leichter. Zudem handelt sich beim V8 um einen Motor von Mercedes, genauer gesagt von AMG. Daimler ist mit fünf Prozent an Aston Martin beteiligt, was es den Briten erleichtert, auf Motoren und Technik der Schwaben zurückzugreifen.

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Altbekanntes unter der Haube
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Im DB 11 leistet der aus dem AMG GT bekannte Motor 375 kW/510 PS und entwickelt ein Drehmoment von bis zu 675 Newtonmetern, das zwischen 2.000 und 5.000 U/min permanent anliegt. Die Fahrleistungen: Nach 4,0 Sekunden ist Tempo 100 erreicht, maximal sollen 300 km/h möglich sein. Den Normverbrauch hat Aston Martin ganz knapp unter die 10 Liter gedrückt, was aber natürlich in der Praxis nicht einzuhalten ist. Die Formel: Je größer und stärker der Motor, desto höher die Abweichung von der Norm, gilt auch hier. Aber wer 200.000 Euro für ein Auto ausgibt, wird sich von über 14 Litern realem Durchschnittsverbrauch kaum schrecken lassen.

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Instabiles Infotainment
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Im fein eingerichteten Innenraum wird einem Mercedes-Fahrer das eine oder andere bekannt vorkommen, etwa das Infotainment mit dem üblichen Dreh-/Drücksteller und der etwas gewöhnungsbedürftigen Bedienung. Im Aston Martin wirkt das System aber nicht ganz so souverän, sogar einen Bildschirmausfall musste während dem Test kurzfristig verkraftet werden.

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Nun wollen die Briten offenbar Ferrari nacheifern. Der italienische Rivale im Premium-Markt ist seit 2015 an der New Yorker Börse gelistet. Das Geld aus einem Börsengang könnte Aston Martin für seine großen Pläne gebrauchen: den Abbau der Schulden, den Bau neuer Sportwagenmodelle und einer zweiten Fabrik. Zum Börsengang heißt es offiziell, man prüfe „eine Reihe strategischer Optionen für die Zukunft der Gruppe, einschließlich der Aussichten für einen IPO“.

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    Derzeit halten die italienische Beteiligungsgesellschaft Investindustrial und eine Gruppe kuwaitischer Investoren zusammen 95 Prozent an Aston Martin, der deutsche Autobauer Daimler die verbleibenden fünf Prozent.

    Nicht nur James Bond weiß übrigens die Marke zu schätzen. Auch James-Bond-Darsteller Daniel Craig raste lange mit einem Aston Martin durch Englands grüne Hügellandschaft. Vergangenes Wochenende trennte er sich allerdings von dem Auto: Für einen guten Zweck versteigerte Christie´s den Wagen - für 384.000 Euro.

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