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Brüder Tchenguiz Verdächtige im Fall Kaupting-Bank festgenommen

Wegen ihrer möglichen Verwicklung in den Kollaps der isländischen Kaupting-Bank sind am Mittwoch die Unternehmerbrüder Tchenguiz verhaftet worden. Bei der Aktion wurden zwei Bürogebäude und acht Privathäuser durchsucht.
09.03.2011 - 14:53 Uhr Kommentieren
Wer trägt Schuld am Zusammenbruch der Kauping-Bank? Quelle: Reuters

Wer trägt Schuld am Zusammenbruch der Kauping-Bank?

(Foto: Reuters)

London Die beiden britischen Investoren und Unternehmer Vincent and Robert Tchenguiz sind heute wegen möglicher Verwicklungen in den Zusammenbruch der islandischen Kaupting-Bank verhaftet worden. Das erfuhr das Handelsblatt aus Ermittlerkreisen.

Offiziell teilte die britische Antikorruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) am Mittwoch mit, dass zwei Bürogebäude und acht Privathäuser durchsucht worden sind und sieben Personen verhaftet wurden. Dies sei Teil einer Untersuchung über die Gründe, die zum Kollaps der Kaupting-Bank im Jahr 2008 geführt hätten. Insgesamt waren 135 Polizisten und SFO-Ermittler an der Durchsuchungsaktion in London beteiligt.

Bereits 2009 war bekannt geworden, dass isländischer Steuer- und Rechnungsprüfer die Geschäftsbeziehungen zwischen der Bank und vor allem Robert Tchenguiz unter die Lupe genommen haben. Medienberichten zufolge ging es damals um mögliche Interessenkonflikte und die Vorzugsbehandlung von Robert Tchenguiz. Er war einer der Kaupting-Großkunden.

Als die Bank in Schwierigkeiten geriet, zog sie Kredite an Tchenguiz zurück und zwang ihn zum Notverkauf seiner Beteiligungen deutlich unter dem aktuellen Börsenkurs - unter anderem trennte sich der Investor von seinen Anteilen am Supermarktkonzern Sainsbury und an der Pub-Kette Mitchells & Butlers. Er soll dabei mehr als eine Milliarde Pfund an Verlusten gemacht haben.

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    Tchenguiz, Sohn eines wohlhabenden iranischen Einwanderers, begann seine Karriere als Ölhändler. Später investierte er am Londoner Immobilienmarkt. Sein jüngerer Bruder Vincent stieg ebenfalls in das Geschäft ein. Schnell hatten sich die beiden ein Imperium von zeitweise rund 800 Immobilien in Großbritannien zusammengekauft.

    Die Tchenguiz-Brüder ließen mitteilen: Man kooperiere mit den Ermittlern und sei zuversichtlich, die Verdachtsmomente bald ausräumen zu können.

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