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Premium Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling „Erste Institute wenden sich Frankfurt zu“

Großbritannien und der EU bleiben weniger als zwei Jahre, um den EU-Austritt zu verhandeln. Bundesbank-Vorstand Wuermeling rät Banken, sich für einen harten Brexit zu wappnen. Der Markt sei schon jetzt in Bewegung.
13.06.2017 - 11:48 Uhr
„Im Markt ist schon jetzt Bewegung.“ Quelle: Oliver Ruether/laif
Joachim Wuermeling

„Im Markt ist schon jetzt Bewegung.“

(Foto: Oliver Ruether/laif)

Zum Interview mit dem Handelsblatt kommt Joachim Wuermeling direkt aus der Bundesbank-Vorstandssitzung. Seit November verantwortet der 56-Jährige dort die Themen Märkte und Informationstechnologie.

Herr Wuermeling, das Thema Clearing klingt etwas sperrig. Worum geht es?
Beim Clearing werden Standard-Derivategeschäfte statt wie früher üblich bilateral zwischen den Geschäftspartnern über eine „zentrale Gegenpartei“ verrechnet. Das erhöht die Transparenz und Sicherheit im Derivatemarkt und wurde als Lehre aus der Finanzkrise obligatorisch. Mit solchen Finanzinstrumenten sichern sich Banken etwa gegen Zinsänderungen oder Währungsschwankungen ab.

Klingt nach einem Bankerproblem.
Mitnichten. Die Clearing-Verpflichtung gilt nicht nur für Banken, sondern grundsätzlich auch für die Realwirtschaft. Beispielsweise sichern viele Mittelständler ihre Exporterlöse mit Derivaten gegen Währungsschwankungen ab. Clearing ist also nicht nur ein Thema für den Finanzteil!

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