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Caixabank und Bankia Bankenfusion in Spanien steht vor dem Abschluss

Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss von Caixabank und Bankia sind abgeschlossen. Am Donnerstag tagen die Verwaltungsräte, um final zu entscheiden.
16.09.2020 - 15:42 Uhr Kommentieren
Bankenkonsolidierung: Großfusion in Spanien vor dem Abschluss Quelle: Bloomberg
Caixabank und Bankia

Die Nummer drei und vier der spanischen Banken könnten durch eine Fusion ihre Renditen steigern.

(Foto: Bloomberg)

Madrid Zwei Wochen nachdem Spaniens dritt- und viertgrößte Bank Fusionsgespräche bestätigt haben, sind die Verhandlungen abgeschlossen. Finanzkreise bestätigten dem Handelsblatt, dass am Donnerstag die Verwaltungsräte von Caixabank und Bankia tagen, um über den geplanten Zusammenschluss zu entscheiden.

Stimmen sie dem Projekt zu, entstünde in Spanien ein neuer Marktführer mit einer Bilanzsumme von 664 Milliarden Euro. Die beiden Großbanken Santander und BBVA bleiben wegen ihres umfangreichen internationalen Geschäfts insgesamt aber größer.

Nach Angaben von spanischen Medien stockten die Verhandlungen in den vergangenen Tagen wegen Differenzen über die Bewertung beider Institute bei dem geplanten Aktientausch. Hintergrund ist eine besondere Eigentümerstruktur beider Banken.

Bankia wurde 2012 mit 22,4 Milliarden Euro vom spanischen Staat gerettet. Ihm gehören über den spanischen Bankenrettungsfonds Frob 61,8 Prozent an dem viertgrößten Institut des Landes. Um einen möglichst großen Teil seines Rettungsgelds wieder zurückzubekommen, war es für ihn wichtig, Bankia nicht zu billig in die geplante Ehe einzubringen.

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    An Caixabank wiederum ist die Stiftung La Caixa über die Holding Criteria Caixa mit 40 Prozent beteiligt. Der Stiftung war wichtig, dass ihr Anteil an der fusionierten Einheit nicht unter 30 Prozent sinkt. Hintergrund sind steuerliche Regeln: Die drei Organisationen bilden in steuerlicher Hinsicht eine Gruppe. Damit die weiter nach dem vorteilhaften Regime der Banken-Stiftungen behandelt werden kann, muss die Caixa-Stiftung mindestens 30 Prozent an der fusionierten Bank besitzen.

    Um das mit dem Wert, den die spanische Regierung für Bankia fordert, gewährleisten zu können, erhöht die Caixa-Stiftung nach einem Bericht der spanischen Tageszeitung „El País“ ihren Anteil an Caixabank kurzfristig auf 41 Prozent. Sie habe sich dafür die Genehmigung der EZB holen müssen, heißt es. Die hatte den Anteil der Stiftung an Caixabank im Jahr 2016 auf 40 Prozent beschränkt, damit die keinen zu großen Einfluss auf die Bank ausüben konnte.

    Tausende Bankia-Filialen könnten schließen

    Die Banken, die Stiftung und das spanische Wirtschaftsministerium äußerten sich auf Anfrage nicht zu den Verhandlungen.

    Die Coronakrise hat die ohnehin schon schwierige Lage der spanischen Banken weiter belastet. Sie haben Milliarden-Rückstellungen gebildet, um sich gegen drohende Kreditausfälle zu wappnen, ihre Renditen sind dadurch weiter gefallen. In Zeiten von negativen Leitzinsen sind Fusionen und die dadurch möglichen Kosteneinsparungen für Banken fast die einzige Möglichkeit, ihre Renditen zu steigern.

    Die Analysten von Exane BNP Paribas rechnen damit, dass rund die Hälfte der 2267 Bankia-Filialen bei einer Fusion mit Caixabank geschlossen und damit eine Milliarde Euro eingespart werden kann. Wie hoch die Kürzungen tatsächlich ausfallen, bleibt allerdings abzuwarten: Der Staat wäre zweitgrößter Aktionär, und Massenentlassungen sind gerade in der aktuellen Krise politisch schwer zu verkaufen.

    Mehr: Nach den Fusionsgesprächen von Bankia und Caixabank – Hoffnung auf Konsolidierung in Europa

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