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Christian Olearius and Max Warburg Insider: M.M. Warburg-Eigner stellen Degussa Bank zum Verkauf

Für bis zu 400 Millionen Euro wollen Christian Olearius and Max Warburg laut Insidern die Degussa Bank Verkaufen. PwC begleite den Verkaufsprozess.
23.07.2020 - 18:06 Uhr Kommentieren
Das Logo des Bankhauses M.M.Warburg & CO ist in großen Lettern über dem Haupteingang befestigt. Quelle: dpa
Privatbank M.M. Warburg & CO

Das Logo des Bankhauses M.M.Warburg & CO ist in großen Lettern über dem Haupteingang befestigt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Eigentümer der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, Christian Olearius and Max Warburg, haben Insidern zufolge die Degussa Bank ins Schaufenster gestellt. Das Geldhaus könnte bei einem Verkauf mit bis zu 400 Millionen Euro bewertet werden, sagte eine der mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Mehrere andere Insider rechnen dagegen eher mit rund 200 Millionen Euro. Verkaufsunterlagen sollten im kommenden Monat versandt werden, ein Deal noch in diesem Jahr unterzeichnet werden. Begleitet werde der Verkaufsprozess von PwC. Die Eigner der Degussa Bank und PwC lehnten eine Stellungnahme ab.

Die in Frankfurt ansässige Degussa Bank gehörte einst dem Edelmetallkonzern Degussa (Deutsche Gold- und Silber-Scheide-Anstalt). 2006 erwarb eine Investorengruppe um Olearius und Warburg das Geldhaus von der niederländischen Großbank ING. Den beiden gehört auch die Mehrheit an der Hamburger Privatbank M.M. Warburg, die in den Cum-Ex-Steuerskandal verwickelt ist.

Im März verdonnerte das Landgericht Bonn die M.M.-Warburg-Gruppe wegen ihrer Cum-Ex-Geschäfte zur Zahlung von 176 Millionen Euro. Die Bank hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Olearius und Warburg hatten nach Angaben der Bank bereits zuvor zugesagt, für die Risiken aus den Cum-Ex-Geschäften geradezustehen.

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    Die Degussa Bank bezeichnet sich als einzige Worksite-Bank Deutschlands, da sie bei vielen Unternehmen vor Ort vertreten ist und den Firmenmitarbeitern Finanzdienstleistungen anbietet. Daneben vermittelt die Tochter Industria Wohnen Immobilieninvestments an Privatkunden, zudem gehört der Versicherungsmakler Prinas Montan zu dem Konzern.

    Einer der Insider sagte, insgesamt könnte der Verkaufspreis bei 400 Millionen Euro liegen, wobei rund die Hälfte auf die Kernbank entfallen dürfte - was etwa deren Buchwert entsprechen würde. Mehrere andere Insider rechnen eher mit einer Gesamt-Bewertung von rund 200 Millionen Euro. Neben Finanzinvestoren und Banken dürften auch Versicherungsmakler und Vermögensverwalter Interesse an dem Unternehmen zeigen.

    Mit einer Bilanzsumme von rund sechs Milliarden Euro ist die Degussa Bank etwa so groß wie eine mittelgroße Sparkasse. 2019 erzielte sie mit 664 Mitarbeitern ein Betriebsergebnis vor Steuern von 26 Millionen Euro.

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    • rtr
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