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Premium Citi-Deutschlandchef Stefan Wintels „Der Teufel steckt im Detail“

Stefan Wintels, Deutschlandchef von Citi, gibt nur selten Einblicke in seine Gedankenwelt. In einem seltenen Interview spricht er über baldige Fusionen in der Branche, den Ruf der Banken und Diskussionen mit Theologen.
23.07.2015 - 15:00 Uhr
„Viele Banken sind noch immer damit beschäftigt, ihre eigene Strategie zu formulieren und umzusetzen.“ Quelle: Bernd Roselieb für Handelsblatt
Citi-Manager Wintels

„Viele Banken sind noch immer damit beschäftigt, ihre eigene Strategie zu formulieren und umzusetzen.“

(Foto: Bernd Roselieb für Handelsblatt)

Zu Beginn gibt es erst einmal eine Entschuldigung: Dafür, dass Stefan Wintels seine Besucher in einem kargen Raum mit bilderlosen weißen Wänden empfängt. Die Frankfurter Dependance der US-Bank werde aber bald renoviert, verspricht der ehemalige Deutschbanker. Beim nächsten Interview werde er seine Gäste wieder in schöneren, mit bankeigenen Kunstwerken versehenen Räumen empfangen können. Das kann aber dauern, denn er gibt nur selten Interviews.

Herr Wintels, seit dem groß angelegten Bankenstresstests der Europäischen Zentralbank ist ein dreiviertel Jahr vergangen. Viele sahen die Tests als Startschuss für eine Konsolidierungswelle in Europa. Bislang ist davon nicht viel zu sehen, warum eigentlich nicht?
In einigen Ländern wie Spanien oder Italien haben wir eine starke nationale Konsolidierung gesehen. In Frankreich ist diese Entwicklung nahezu abgeschlossen. Insofern hat die Finanzkrise schon zu einer Verdichtung einzelner Bankenmärkte geführt. Was große grenzüberschreitende Fusionen angeht, war, bin und bleibe ich aber eher zurückhaltend.

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