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Commerzbank-Chef Sorge wegen Basel-III-Debatte

Bei der Einführung der neuen Eigenkapital-Regeln für Banken kommt es in vielen Ländern zu Verzögerungen. Commerzbank-Chef Martin Blessing zeigte sich deshalb besorgt.
30.11.2012 - 20:51 Uhr 2 Kommentare
Commerzbank-Chef Martin Blessing zeigt sich besorgt über die Verzögerungen von Basel III. Quelle: dpa

Commerzbank-Chef Martin Blessing zeigt sich besorgt über die Verzögerungen von Basel III.

(Foto: dpa)

Berlin Commerzbank-Chef Martin Blessing hat sich besorgt wegen der Gefahr von Verzögerungen bei der Einführung der neuen Eigenkapital-Regeln für Banken geäußert, der Basel-III-Regeln. Blessing sagte am Donnerstag vor dem Wirtschaftsrat der CDU in Berlin: „Wir sollten Basel III möglichst schnell einführen, und zwar weltweit.“

Die Diskussion in den USA über eine spätere Einführung der Regeln, die zum 1. Januar 2013 beginnen sollte, „erfüllt mich da schon mit etwas Sorge“, sagte er. Es gebe offenbar immer noch Versuche, auf diesem Feld nationale Vorteile zu erreichen.

Das Thema „Einführung von Basel III“ hält Blessing nach eigenen Worten für wichtiger als die Diskussionen über ein Trennbankensystem oder auch über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Die hätten viel „Symbolcharakter“.

Blessing vertrat die Auffassung, dass die Stabilisierung des Euro-Raums angesichts der Staatsschuldenkrise noch lange dauern werde. Mit den vielen Rettungsmaßnahmen bei der Bekämpfung der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum, mit dem Euro-Schutzschirm ESM und den EZB-Ankündigungen in der Anti-Krisenpolitik sei man „faktisch bereits in einer Teilvergemeinschaftung der Haftung“ angekommen. Im Übrigen werde damit nur Zeit gekauft. Die Probleme könne nur die Politik lösen, nicht die Zentralbanken.

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    Für sein Institut, die Commerzbank, kündigte Blessing an, deren „Staatsfinanzierungsportfolio“, das einmal 160 Milliarden Euro umfasst habe und inzwischen nur noch bei einer Hälfte dessen liege, weiter abzubauen.

     


    • rtr
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    2 Kommentare zu "Commerzbank-Chef: Sorge wegen Basel-III-Debatte"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es wäre besser gewesen mit den US-Amerikanern BASEL III inhaltlich zu kritisieren als die jetzt mit dem Umstellungstermin zu hadern.

      Auf jeden Fall ist die Abwicklung einer schlecht geführten Bank sinnvoller als ein Überwachungssystem einzuführen, das seinen Namen nicht verdient. Nur die Angst vor dem Untergang, vor dem Arbeitsplatzverlust treibt die Leute zur Verantwortlichkeit.

      Wie soll ein Vorstandsvorsitzender, der erwiesen seine Bank nicht halten konnte, jetzt mit einer dicken Lohnerhöhung sanktioniert wurde, verstehen was er falsch gemacht hat. Er war und ist der Vorstandsvorsitzende. Wenn einer verantwortlich ist, dann ist er es. Endlos viele Rentner gehen schuldlos deshalb in die Altersarmut und der sahnt ab. Schämt er sich denn nicht?

      Das ist ja auch ein "Steinbrück"! Ist dagegen und stimmt dafür! Der Virus scheint um sich zu greifen. Hat denn keiner ein Mittel dagegen? Oder heißt es jetzt „dafür“? Was ist denn jetzt? „Dafür“ oder „dagegen“?

    • Wir sollten kein Basel III einführen, sondern bankrotte Pleitebanken alternativlos abwickeln.

      Mir verursacht es Brechreiz, wenn ein Bankenfürst, der seinen Job und Boni nur noch aufgrund der Zwangsspenden der Allgemeinheit inne hat, auch noch glaubt, gute Ratschläge geben zu müssen.

      Aber, so ist es eben in der EU-Diktatur. Bewiesene Unfähigkeit und große Klappe, verbunden mit der gegenüber unseren Stimmenschlampen notwendigen Lobbyarbeit (bevorzugt Spenden), sichert das Überleben.

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