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Corona-Hilfen KfW lockert Bedingungen für Schnellkredit

Die staatliche Förderbank hat die Bedingungen für den KfW-Schnellkredit aufgeweicht. Nun können auch Firmen Geld erhalten, die erst 2019 Gewinne erzielt haben.
15.04.2020 - 14:44 Uhr Kommentieren
Die KfW-Schnellkredite können seit Mittwoch beantragt werden. Quelle: dpa
KfW

Die KfW-Schnellkredite können seit Mittwoch beantragt werden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Bedingungen für den Erhalt der neuen KfW-Kredite mit vollständiger Staatshaftung sind noch einmal aufgeweicht worden. So können nun auch Unternehmen den sogenannten KfW-Schnellkredit erhalten, die erst 2019 den Weg in die Gewinnzone geschafft haben.

Ursprünglich sollten nur Firmen Geld erhalten können, die in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 einen Gewinn erzielt haben. „Durch die Beantragungen bei der Hausbank ohne weitere Risikoprüfung erreicht die Hilfe schnell die Unternehmen und hilft so mit, die schweren Auswirkungen der Corona-Pandemie zu lindern“, sagte der Chef der staatlichen Förderbank Günther Bräunig am Mittwoch.

Die Kredite stehen mittelständischen Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind. Dabei übernimmt der Bund das komplette Risiko bei Darlehen bis 800.000 Euro.

Die KfW-Schnellkredite können seit Mittwoch (15. April) beantragt werden. Die ersten Gelder dürften bereits in dieser Woche an die Firmen fließen. Die KfW hat den Banken und Sparkassen eine Generalzusage gegeben, so dass sie in Vorleistung gehen und die Kredite auszahlen können, wenn die Antragsbedingungen erfüllt sind.

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    Ab dem 22. April sollen dann die ersten Gelder von der KfW an die Hausbanken fließen. Dann soll das dafür nötige IT-System stehen. Bisher war damit erst Ende April gerechnet worden.

    Experten gehen von einer hohe Nachfrage nach den neuen Schnellkrediten aus. „Wir erwarten in den kommenden Tagen und Wochen eine hohe Anzahl von Beratungsanfragen und Anträgen unserer Unternehmerkunden“, sagte etwa ein Commerzbank-Sprecher. „Wir sind gut darauf vorbereitet, unsere Kunden zu unterstützen.“

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    Die Schnellkredite sind mit einem Zinssatz von drei Prozent etwas teurer als die bereits Ende März aufgelegten KfW-Hilfskredite, bei denen ein Teil des Risikos bei den Hausbanken verbleibt und eine Kreditprüfung erfolgt.

    Für diese Darlehen lagen bis Dienstagabend 9728 Anträge im Gesamtvolumen von 22,9 Milliarden Euro vor, wie die KfW weiter mitteilte. Rund 90 Prozent der Anträge entfielen auf Kredite unter 800.000 Euro. Angaben zu der Nachfrage nach den neuen Schnellkrediten kann die KfW voraussichtlich erst nächste Woche machen.

    Mehr: Der Aufsichtsratschef der Deutschen Börse fordert mehr Hilfen für Start-ups.

    • rtr
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