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Corona-Soforthilfen Investitionsbank Berlin stoppt Anträge für Zuschüsse wegen Betrugsgefahr

Kriminelle haben eine gefälschte Website erstellt, die der IBB nachempfunden war – für Unternehmer hat die Gefahr des Identitätsdiebstahls bestanden.
28.04.2020 - 15:35 Uhr Kommentieren
Berliner Unternehmer können vorübergehend keine Anträge auf Soforthilfen bei der IBB stellen. Quelle: dpa
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Berliner Unternehmer können vorübergehend keine Anträge auf Soforthilfen bei der IBB stellen.

(Foto: dpa)

Berlin Soloselbstständige, Freiberufler und Unternehmen in Berlin können vorübergehend keinen Corona-Zuschuss beantragen. Die Investitionsbank (IBB) hat am Dienstag die Antragstellung gestoppt. Zuvor war eine Webseite entdeckt worden, die der Seite der IBB nachempfunden war.

„Bei dieser Seite handelt es sich um eine Fälschung“, teilte die Bank mit. „Sollten Sie diese Seite benutzen, besteht die Gefahr von Identitätsdiebstahl.“ Die Sicherheitsbehörden seien informiert. Die korrekte Website für Anträge auf Corona-Zuschüsse sei www.ibb.de.

In der Corona-Krise gewährt die Förderbank des Landes für Soloselbstständige, Freiberufler und Kleinstunternehmen mit höchstens fünf Beschäftigten Zuschüsse von bis zu 9000 Euro, bei bis zu zehn Beschäftigten sind es bis zu 15 000 Euro. Die Anträge werden ausschließlich online gestellt.

Auch Nordrhein-Westfalen hatte das Antragsverfahren auf Corona-Hilfen bereits vorübergehend ausgesetzt. Dort waren ebenfalls sogenannte Fake-Webseiten entdeckt worden.Gfälscht

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    Gefälschte Webseiten sind unterdessen nicht die einzigen Mittel, mit denen mutmaßliche Kriminelle versuchen, an Corona-Zuschüsse zu gelangen. So war in Berlin in der vergangenen Woche ein 31-jähriger Unternehmer wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs festgenommen worden.

    Wie Oberstaatsanwalt Thomas Fels, Leiter der für Geldwäsche zuständigen Abteilung bei der Berliner Staatsanwaltschaft, berichtete, beantragte der Mann für diverse Gebäudereinigungsfirmen Hilfen von insgesamt 80.000 Euro. Von dieser Summe wurden ihm 35.000 Euro ausbezahlt. Erst später stellte sich heraus, dass einige Unternehmen, für die die Hilfen beantragt wurden, gar nicht existierten.

    Seit Anfang April ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin in insgesamt 46 Fällen gegen 55 Tatverdächtige wegen Subventionsbetrugs. Zudem sind inzwischen mehr als 100 Verfahren beim Landeskriminalamt Berlin anhängig. Derzeit wird von einem Gesamtschaden von 700.000 Euro ausgegangen. „Wir sehen hier lediglich die Spitze des Eisbergs“, sagte die Berliner Oberstaatsanwältin Nina Thom, Leiterin der Abteilung Vermögensabschöpfung.

    Gestern war überdies bekannt geworden, dass auch arabische Familienclans im Verdacht stehen, im großen Stil Corona-Soforthilfen kassiert zu haben. Das hatte der „Spiegel“ berichtet. Das Landeskriminalamt sei bei einer ersten Prüfung auf Hunderte Anträge von mehreren Großfamilien gestoßen, die der Organisierten Kriminalität zugerechnet werden.

    Es sei eine Anfangsrecherche, bei der die Beamten nur wenige Anschriften abgefragt hätten, die bereits aus früheren Verfahren aktenkundig seien. Mehr als 250 Treffer habe diese erste Recherche ergeben. Die große Zahl der Treffer habe die Ermittler verblüfft. Zu den Empfängern der Soforthilfe zähle demnach auch ein Angehöriger der Großfamilie R.

    Mehr: Corona-Soforthilfe ohne Kontrollen. Warum es Betrüger leicht haben.

    • dpa
    • rb
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