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Corona-Wiederaufbaufonds EU will erste grüne Europa-Anleihe im Herbst begeben

Die EU-Kommission erhofft sich vom „Green Bond“ noch günstigere Konditionen als bei normalen Anleihen. Die nächste Emission wird aber erneut eine herkömmliche Anleihe sein.
12.07.2021 - 17:10 Uhr Kommentieren
Die EU-Kommission musste zunächst die nötigen Rahmenbedingungen für die Emission schaffen. Quelle: Reuters
EU-Kommissar Johannes Hahn

Die EU-Kommission musste zunächst die nötigen Rahmenbedingungen für die Emission schaffen.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Auf die erste grüne Anleihe der EU-Kommission zur Finanzierung des Corona-Wiederaufbaufonds „Next Generation“ werden Investoren noch einige Wochen warten müssen: Eine erste Anleihe dieser Art werde es Ende September oder im Oktober geben, sagte der für Haushalt zuständige EU-Kommissar Johannes Hahn am Montag in Frankfurt.

Zunächst habe die EU-Kommission die nötigen Rahmenbedingungen wie etwa das „rechtliche Korsett“ für so eine Emission schaffen müssen, erläuterte der Österreicher. Eine grüne Anleihe müsse mit den entsprechenden Fakten unterlegt und autorisiert werden. Dazu habe man sich mit den Mitgliedstaaten auf bestimmte Berichterstattungspflichten einigen müssen, was vor Kurzem geschehen sei.

Die EU-Kommission will im Rahmen ihres „Next Generation“-Fonds insgesamt Mittel in Höhe von 750 Milliarden Euro aufnehmen. Rund ein Drittel der Mittel, also etwa 250 Milliarden Euro, sollen in Form grüner Anleihen eingesammelt werden.

„Das ist uns inhaltlich sehr wichtig. Wir hoffen, dass wir Nachahmer auch in anderen Teilen der Welt sehen werden“, so Hahn. Er habe zuletzt auch Gespräche mit asiatischen Investoren geführt. „Dort gibt es eine erhebliche Nachfrage nach grünen Bonds. Ich bin zuversichtlich, dass wir sogar günstigere Konditionen als mit normalen Anleihen erzielen werden“, sagte er.

Bislang hat die EU-Kommission aber nur herkömmliche Bonds bei Investoren platziert. Das gilt auch für die nächste Refinanzierungstranche: Hahn bestätigte, dass die EU-Kommission in dieser Woche Anleihen im Umfang von zehn Milliarden Euro begeben will.

Bislang hat die EU-Kommission in zwei Schritten insgesamt 35 Milliarden Euro aufgenommen. Die vorangegangenen EU-Emissionen für den Corona-Wiederaufbaufonds waren bei Investoren enorm gefragt gewesen. Die Nachfrage lag um ein Mehrfaches über dem Angebot.

Ausgeschlossene Banken wieder zugelassen

Welche Banken die aktuelle Emission begleiten sollen, ist noch nicht bekannt. Hahn teilte aber mit, dass mittlerweile alle zehn Banken, die die EU-Kommission bei der ersten Emission wegen Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht noch ausgeschlossen hatte, wieder grundsätzlich für die Platzierung von EU-Anleihen zugelassen sind.

Bei der zweiten Emission Ende Juni waren acht der zehn Institute, darunter die Deutsche Bank, wieder als potenzielle Konsortialführer zugelassen. Überprüft wurden damals nur noch die Institute Natixis und NatWest. Alle Institute hatten Abhilfemaßnahmen nachweisen müssen, die Verstöße künftig verhindern sollen.

Mehr: Kaufaufträge über 130 Milliarden Euro: Investoren reißen sich um Europa-Bonds.

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