Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Coronakrise Sewing lobt Maßnahmen der Bundesregierung

Der Deutsche Bank-Chef hält das Maßnahmenpaket der Bundesregierung angesichts der Coronakrise für ein „starkes Signal“ – und rechnet mit einem Konjunkturpaket.
15.03.2020 - 14:36 Uhr Kommentieren
Die Deutsche Bank sei bereit, in der Krise zu helfen. Quelle: Reuters
Christian Sewing

Die Deutsche Bank sei bereit, in der Krise zu helfen.

(Foto: Reuters)

Berlin Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Christian Sewing, sieht sein Institut gut gerüstet, der Corona-Krise zu trotzen. „Unsere Bilanz ist so robust, wie ich es eigentlich nie in meinen 30 Jahren bei der Deutschen Bank erlebt habe“, sagte Sewing der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). Die Bank habe eine Eigenkapitalquote von mehr als 13 Prozent, verfüge über 200 Milliarden Euro Liquidität, habe ein sauberes Kreditbuch und sei gut ins neue Jahr gestartet.

Aber natürlich könne niemand die Folgen des Virus auf die Weltwirtschaft vollständig abschätzen. „Kurzfristig sehe ich für unser Haus keine dramatischen Auswirkungen“, ergänzte Sewing. Anders als in der Finanzmarktkrise, die von Banken ausgelöst wurde, können Banken in der Corona-Krise Teil der Lösung sein.

Am Freitagabend wollte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen eines Treffens im Bundeskanzleramt persönlich davon überzeugen, wie Bank- und Unternehmerverbände sowie Gewerkschaften die Corona-Krise einschätzen. Die Kreditwirtschaft beobachtet verstärkt in Anspruch genommene Kreditlinien von Unternehmen, verweist aber gleichzeitig auf eine wesentlich bessere Eigenkapitalausstattung der mittelständischen Unternehmen als noch vor zehn Jahren. Auf schwierige Zeiten seien diese Unternehmen besser vorbereitet. Gleichwohl könne nicht gesagt werden, wie sich die von der Politik verhängten Einschränkungen beispielsweise im Tourismus- und Gastronomiebereich auswirken.

Einhellig positiv fiel die Reaktion nicht nur der Kreditwirtschaft auf das Maßnahmenbündel aus, das Bundesfinanzminister Scholz und Bundeswirtschaftsminister Altmaier vor der Kanzler-Runde vorstellten. Auch wenn es noch Unklarheiten gibt. Man werde alles unternehmen, um die Wirtschaft zu stabilisieren, betonten beide Politiker. Es gebe keine finanziellen Begrenzungen. „Es ist die Bazooka, mit der wir das Notwendige tun. Und was wir noch an Kleinwaffen brauchen, das gucken wir später“, sagte Scholz.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Sollte es nötig sein, werde auch noch ein Konjunkturprogramm aufgelegt. Unter anderem sollen das Kurzarbeitergeld flexibilisiert und steuerliche Liquiditätshilfen für Unternehmen eingeführt werden. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch ein Milliarden-Hilfsprogramm für Betriebe.

    So will die Bundesregierung bestehende Programme für Liquiditätshilfen erheblich ausweiten, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Im Bundeshaushalt stehe dafür ein Garantierahmen von 460 Milliarden Euro bereit, der weiter erhöht werden könne, so das Bundesfinanzministerium. „Das war ein richtiges und starkes Signal“, sagte Sewing der FAS. Ein klassisches Konjunkturpaket werde wahrscheinlich folgen.

    Mit seinem Lob steht Sewing nicht allein. „Richtigerweise steht die Sicherung der Unternehmensliquidität im Mittelpunkt der Maßnahmen“, sagte die Präsidentin des genossenschaftlichen Bankenverbandes BVR, Marija Kolak. „Die Verringerung von Ansteckungswahrscheinlichkeiten und die Stabilisierung unserer Wirtschaft stehen jetzt an erster Stelle“, ergänzte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Helmut Schleweis. „Es muss in diesen Wochen darum gehen, den Unternehmen schnell und unkompliziert zu helfen und Kreditrisiken zu minimieren“, erklärte der Präsident des privaten Bankenverbands, Hans-Walter Peters.

    Noch ist allerdings nicht im Detail geregelt, auf welche Weise die KfW Haftungsrisiken der Banken übernehmen soll. Dazu soll es noch Nachfolgetreffen geben. Schließlich wollen die Kreditinstitute nicht riskieren, dass sie in Zeiten von Dauerniedrigzinsen, die die Erträge drücken, und höheren Kapitalanforderungen künftig deutlich mehr Geld für ausfallgefährdete Kredite zurücklegen müssen.

    Mehr: Selbst der Onlinehandel leidet jetzt unter der Corona-Epidemie.

    Startseite
    Mehr zu: Coronakrise - Sewing lobt Maßnahmen der Bundesregierung
    0 Kommentare zu "Coronakrise: Sewing lobt Maßnahmen der Bundesregierung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%