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Coutts & Co. Schweizer Privatbank zu Geldstrafe verurteilt

UBS, Credit Suisse und Julius Bär haben schon gezahlt, nun ist die Schweizer Privatbank Coutts an der Reihe. Wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung wurde gegen die „Bank der Queen“ ein Bußgeld verhängt.
09.12.2015 - 13:18 Uhr
Die Wirtschaftskammer des Landgerichts Düsseldorf verhängte eine Geldstrafe in zweistelliger Millionen-Höhe. Quelle: dpa
Coutts Bank in Zürich

Die Wirtschaftskammer des Landgerichts Düsseldorf verhängte eine Geldstrafe in zweistelliger Millionen-Höhe.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Schweizer Privatbank Coutts kommt in einem Verfahren wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung mit einer Geldstrafe davon. Die Wirtschaftsstrafkammer des Landegerichts Düsseldorf habe eine Unternehmensgeldbuße in einer Höhe von 23,82 Millionen Euro verhängt, teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Mittwoch mit. Die Höhe der Geldstrafe stehe „in Relation zu dem verwalteten, nichterklärten Vermögen deutscher Steuerpflichtiger“ bei dem Schweizer Geldhaus. Verfahren gegen Mitarbeiter der Bank würden eingestellt.

Der damalige Coutts-Eigner, die Royal Bank of Scotland, hatte erst im Februar erklärt, dass die deutschen Behörden gegen das Geldhaus ermittelten. RBS hatte Coutts dann im März an die Schweizer Union Bancaire Privee (UBP) weitergegeben. UBP übernahm damals aber nur die Kundenvermögen und nicht die ganze Gesellschaft. Das bedeutete nach damaligen Angaben auch, dass Rechtsrisiken bei RBS bleiben.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte immer wieder CDs mit Datensätzen mutmaßlicher Steuerbetrüger gekauft. Davon profitierten auch die Landeskassen: Finanzminister Norbert Walter-Borjans hatte erst Ende September erklärt, die Banken-Ermittlungen hätten NRW rund 600 Millionen Euro eingebracht.

Allein von der Credit Suisse habe das Bundesland 150 Millionen Euro bekommen. Die Bank Julius Bär habe 50 Millionen Euro bezahlt, die UBS 300 Millionen Euro. Walter-Borjans hatte deutlich gemacht, dass das Land auch weitere Daten von Steuerhinterziehern kaufen werde. „In diesem Metier ändert sich nur etwas, wenn der Staat Zähne zeigt“, hatte der Minister erklärt.

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    Coutts, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert zurückgehen, ist eine der ältesten Banken der Welt. Zu ihren Kunden gehören zahlreiche Adelige und Prominente. So lässt etwa die britische Königin Elisabeth II. ihr Vermögen von Coutts verwalten.

    • rtr
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