Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Credit Suisse Strafe im Geldwäsche-Fall

Die Credit Suisse ist von der Singapurer Finanzmarktaufsicht bestraft worden. Grund ist der Korruptionsskandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Auch die Schweizer Finanzaufseher hatten das Institut zuvor gerügt.
30.05.2017 Update: 30.05.2017 - 13:42 Uhr Kommentieren
Der Finanzdienstleister aus Zürich muss in Singapur eine Strafe von umgerechnet 453.000 Dollar bezahlen. Quelle: AFP
Credit Suisse

Der Finanzdienstleister aus Zürich muss in Singapur eine Strafe von umgerechnet 453.000 Dollar bezahlen.

(Foto: AFP)

Singapur/Zürich Singapur bestraft eine weitere Schweizer Bank in Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal rund um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Die Zentralbank des Staates verhängt gegen die Credit Suisse eine Strafe von umgerechnet 453.000 Dollar, wie die Monetary Authority of Singapore (MAS) am Dienstag mitteilte. Das Geldhaus habe Geldwäschebestimmungen verletzt und sich Kontrollmängel zuschulden kommen lassen, hieß es. So habe die Großbank etwa Kunden und ihre Transaktionen zu wenig sorgfältig überprüft. Credit Suisse erklärte in einer Stellungnahme, die Bank habe sich verpflichtet, die hohen Vorgaben des Finanzplatzes Singapur einzuhalten. Auch die Schweizer Finanzmarktaufsicht rügte das Institut wegen Mängeln bei der Handhabung des Falles.

Die MAS bestrafte am Dienstag auch die United Overseas Bank aus Singapur mit 650.000 Dollar. Damit schließt die Notenbank ihre zweijährige Untersuchung des Falles ab. Die Strafen für die acht Banken belaufen sich auf insgesamt rund 21 Millionen Dollar. Im Oktober hatte die Behörden bereits die Schließung der Niederlassung der Falcon Private Bank und die Auflösung eines weiteren Schweizer Vermögensverwalters, der BSI, angeordnet. Die Großbank UBS musste eine Buße bezahlen.

Die 1MDB-Ermittlungen beschäftigen Behörden in mindestens sechs Ländern, darunter auch den USA. Bei dem Fonds waren Milliardenbeträge verschwunden oder auf ausländische Bankkonten mit unbekannten Eigentümern abgeflossen. Die Affäre ist auch politisch hoch brisant: Der Fonds wurde 2009 vom malaysischen Ministerpräsident Najib Razak gegründet, der vorübergehend auch Aufsichtsratschef von 1MDB war.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    So viel mussten Banken für ihre Fehler hinblättern
    Deutsche Bank – 202 Millionen Dollar
    1 von 13

    Mai 2012: Die Deutsche Bank steht für zwielichtige Hypotheken-Geschäfte einer Tochtergesellschaft in den USA gerade. Um eine Klage aus der Welt zu schaffen, zahlen die Frankfurter 202 Millionen US-Dollar. Der Bank drohte eine Strafzahlung und Wiedergutmachung von mehr als eine Milliarde Dollar. Die US-Justiz hatte der Tochter MortgageIT Betrug beim Geschäft mit Hypothekenfinanzierungen vorgeworfen.

    (Foto: Reuters)
    Deutsche Bank – 725 Millionen Euro
    2 von 13

    Dezember 2013: Im Skandal um Zinsmanipulationen hat die Deutsche Bank von der EU-Kommission die branchenweit höchste Strafe aufgebrummt bekommen. EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verhängte gegen sechs internationale Großbanken Rekord-Geldbußen von zusammen 1,71 Milliarden Euro. Allein der deutsche Branchenprimus muss im Rahmen des Vergleichs 725 Millionen Euro zahlen.

    (Foto: Reuters)
    Rabobank – 774 Millionen Euro
    3 von 13

    Oktober 2013: Der Libor-Skandal kostet die niederländische Rabobank 774 Millionen Euro. Es ist die höchste Strafe in der Geschichte der Genossenschaftsbank. Die Bank hatte mit britischen, amerikanischen und niederländischen Behörden einen außergerichtlichen Vergleich getroffen. Drei Viertel der Summe fließen in die USA an das Justizministerium und die Finanzaufsicht CFTC.

    (Foto: Reuters)
    Britische Banken – 1,3 Milliarden Pfund
    4 von 13

    August 2013: Britische Banken müssen wegen falscher Beratung von Kunden erneut Entschädigungen in Milliardenhöhe zahlen. Die Aufsichtsbehörde FCA verdonnerte 13 Institute und Kreditkartenaussteller zu Kompensationsleistungen von insgesamt 1,3 Milliarden Pfund (1,5 Mrd Euro). Zu den bestraften Unternehmen zählen Barclays, HSBC und die Royal Bank of Scotland (RBS).

    (Foto: AFP)
    Commerzbank – 1,45 Milliarden Dollar
    5 von 13

    März 2015: Die Commerzbank muss wegen des Streits mit US-Behörden um Sanktionsverstöße und Geldwäsche-Vorwürfe tief in die Tasche greifen. Im Rahmen eines lang erwarteten Vergleichs zahle das zweitgrößte deutsche Geldhaus 1,45 Milliarden Dollar. Die USA warfen der Commerzbank vor, gegen Wirtschafts-Sanktionen gegen den Iran verstoßen zu haben.

    (Foto: Reuters)
    UBS – 1,5 Milliarden Dollar
    6 von 13

    Dezember 2012: Die Schweizer Großbank UBS zahlt wegen ihrer Rolle bei der Manipulation des weltweit wichtigsten Referenzzinssatzes Libor Bußen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. Wie die Bank mitteilte, leistete sie entsprechende freiwillige Strafzahlungen an amerikanische, britische und Schweizer Behörden.

    (Foto: AP)
    Deutsche Bank – 2,5 Milliarden Dollar
    7 von 13

    April 2015: Die Deutsche Bank muss im Libor-Skandal eine Strafzahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar (2,33 Milliarden Euro) in Großbritannien zahlen.

    (Foto: Reuters)
    • rtr
    Startseite
    Mehr zu: Credit Suisse - Strafe im Geldwäsche-Fall
    0 Kommentare zu "Credit Suisse: Strafe im Geldwäsche-Fall"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%