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Cum-Cum-Steuertricks Banken stellen halbe Milliarde Euro zurück

Wegen der sogenannten „Cum-Cum“-Steuertricks kommen heftige Strafzahlungen auf Deutschlands Banken zu. 77 Institute erwarten Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, berichtet die Finanzaufsicht Bafin.
21.11.2017 Update: 22.11.2017 - 20:32 Uhr
„Teilweise besteht Anlass zu weiteren Untersuchungen durch die Bafin.“ Quelle: dpa
Bafin-Gebäude in Bonn

„Teilweise besteht Anlass zu weiteren Untersuchungen durch die Bafin.“

(Foto: dpa)

Berlin In der „Cum-Cum“-Affäre um Steuertricks mit Dividendenpapieren rechnen zahlreiche deutsche Banken mit Straf- und Steuernachzahlungen. 77 Institute erwarten wegen der Steuertricks Belastungen von insgesamt gut einer halben Milliarde Euro, wie es in einer Reuters vorliegenden Antwort des Bundesfinanzministeriums und der Finanzaufsicht Bafin auf eine Anfrage der Grünen heißt. Es sei nicht auszuschließen, dass sich aufgrund weiterer Untersuchungen der Bafin oder aufgrund von Prüfungen der Finanzbehörden höhere oder niedrigere Steuernachzahlungen ergeben. „Teilweise besteht Anlass zu weiteren Untersuchungen durch die Bafin“, heißt es in dem Schreiben.

Bei Cum-Cum-Transaktionen reichten ausländische Anleger ihre Aktien kurz vor dem Dividendenstichtag an deutsche Banken oder Fonds weiter, die anders als sie keine Kapitalertragsteuer auf die Dividende zahlen mussten. Nach dem Stichtag bekamen sie die Papiere zurück, als „Belohnung“ erhielten die Inländer einen Teil der Dividende. Bis vor kurzem galten Cum-Cum-Transaktionen - anders als „Cum-Ex“ - meist als legales Steuerschlupfloch.

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