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Cyberkriminalität Zahlungsverkehrssystem Swift verlangt bessere Hacker-Abwehr

Swift will schnellstmöglich einen neuen Sicherheitsstandard für Finanzdienstleister auf den Markt bringen. Hintergrund ist ein Angriff auf die Zentralbank Bangladeschs, bei dem Hacker 81 Millionen Dollar erbeuteten.
25.02.2017 - 14:57 Uhr Kommentieren
„Die Gefahr ist sehr hartnäckig, anpassungsfähig und ausgefeilt – und sie wird bleiben“, heißt es von dem Zahlungsdienstleister Swift. Quelle: Reuters
Swift

„Die Gefahr ist sehr hartnäckig, anpassungsfähig und ausgefeilt – und sie wird bleiben“, heißt es von dem Zahlungsdienstleister Swift.

(Foto: Reuters)

Berlin/Frankfurt Im Kampf gegen Cyberkriminelle verlangt das Zahlungsverkehrssystem Swift größere Anstrengungen seitens der angeschlossenen Banken. „Wir wollen bis April einen neuen Sicherheitsstandard für Finanzdienstleister vorlegen“, sagte der Swift-Sicherheitsexperte Stephen Gilderdale dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Das Ziel ist, alle Banken auf diesen Standard zu heben.“ Swift wickelt für über 11 000 Finanzinstitute weltweit Nachrichten und Finanztransaktionen über gesicherte Netze ab.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Swift vor einer Angriffswelle auf Banken gewarnt. Im Februar 2016 hatte eine Attacke auf die Zentralbank in Bangladesch für internationales Aufsehen gesorgt. Den Angreifern gelang es, 81 Millionen Dollar zu erbeuten. Zuvor knackten sie das Sicherheitssystem der Bank. Vermutlich hatten die Cyberkriminellen es auf eine noch viel höhere Summe abgesehen, flogen jedoch vorher auf.

Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) hatten daraufhin ein Pilotprojekt für eine Meldestelle für Cyber-Angriffe auf Banken gestartet.

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