Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Dänisches Geldhaus Danske Bank senkt den Jahresausblick – Aktie verliert rund sieben Prozent

Im Zuge des Geldwäscheskandals hat die Danske Bank mit einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen. Der Gewinn im ersten Quartal ist deutlich gesunken.
30.04.2019 - 10:47 Uhr Kommentieren
Der Geldwäsche-Skandal belastet die Ergebnisse. Quelle: Reuters
Danske Bank

Der Geldwäsche-Skandal belastet die Ergebnisse.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Die von einem Geldwäsche-Skandal belastete Danske Bank muss einen deutlichen Gewinneinbruch verkraften. Bei der Bekanntgabe der Bilanz für das erste Quartal am Dienstag hat das dänische Geldhaus den Jahresausblick gesenkt. Der Zinsüberschuss werde voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres liegen, teilte das größte Institut des Landes mit.

Im Zuge des Skandals hat die Danske Bank mit erschwerten Finanzierungsbedingungen zu kämpfen. Der Vorsteuergewinn fiel im ersten Quartal um 35 Prozent auf vier Milliarden Dänische Kronen (537 Millionen Euro) und lag damit unter den Markterwartungen.

Die Aktie gab am Dienstagavormittag an der Kopenhagener Börse über sieben Prozent nach. Innerhalb eines Jahres haben die Papiere der Bank über 40 Prozent an Wert eingebüßt. Interimschef Jesper Nielsen erklärte, der Skandal belaste die Geschäfte noch immer enorm.

Der bislang größte Geldwäscheskandal in Europa war im vergangenen Jahr bekannt geworden. Die Danske Bank soll zwischen 2007 und 2015 über seine Filiale in Estland Transaktionen von Personen und Unternehmen vollzogen haben, die gar nicht in Estland leben. Das Volumen wird auf 200 Milliarden Euro geschätzt. Die Auftraggeber der Transaktionen sollen wiederum aus Russland, Moldawien und Aserbaidschan stammen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Behörden aus mehreren Ländern haben mittlerweile Ermittlungen aufgenommen, unter anderem aus den USA, Großbritannien und Dänemark. Neben der Danske Bank sind auch Nordea aus Finnland und die Swedbank aus Schweden in den Geldwäscheskandal verwickelt.

    Geldhäuser aus Nordeuropa galten lange Zeit als Vorzeigeobjekte der gesamten Branche. Doch ihre Reputation ist durch den Skandal enorm gesunken, ebenso das Vertrauen der Investoren. Man müsse daher in erster Linie versuchen, das Vertrauen wiederherzustellen, hieß es am Dienstag bei der Danske Bank.

    Der Skandal wirft auch einen Schatten auf die Arbeit der Aufsichtsbehörden beim Thema Geldwäsche. Einem vertraulichen Dokument der EU-Bankenbehörde EBA zufolge, das die Nachrichtenagentur Reuters einsah, hat die russische Zentralbank bereits 2007 und 2013 Aufseher in Dänemark und Estland über verdächtige Zahlungen bei der Danske-Filiale in Estland informiert.

    Diese Warnungen wurden aber größtenteils ignoriert. Die vertraulichen Unterlagen sind das Ergebnis einer Untersuchung der EBA. In ihnen wird das Ausmaß an Fehlverhalten der estnischen Finantsinspektsioon und der dänischen Finanstilsynet im Danske-Fall festgehalten.

    Startseite
    0 Kommentare zu "Dänisches Geldhaus: Danske Bank senkt den Jahresausblick – Aktie verliert rund sieben Prozent"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%