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Deutsche-Bank-Chef Jain auf der Bankentagung „Wir sind eine gefährdete Art“

Anshu Jain warnt auf der Handelsblatt Bankentagung davor, dass Universalbanken wie die Deutsche Bank immer weiter zurückgedrängt werden. Dem Vorschlag seines Konkurrenten Martin Blessing erteilt er eine Absage.
03.09.2014 - 11:54 Uhr 5 Kommentare

"In Europa sind wir eine vom Aussterben bedrohte Art"

Frankfurt Anshu Jain mag die Dinge, so wie sie sind – zumindest manche. „Ich bin recht zufrieden mit dem aktuellen System“, sagte er bei der Handelsblatt-Jahrestagung „Banken im Umbruch“ auf die Frage von Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart zu seiner Meinung zum Thema Euro-Bonds. „Ich mag es, wie die Finanzierung am Markt die Länder zur Disziplin zwingt.“ Zuvor hatte sein Konkurrent, Commerzbank-Chef Martin Blessing, im Handelsblatt (Mittwochsausgabe) gemeinsame Euro-Bonds gefordert. Jain befürwortet diese jedoch nicht.

Die höchste Priorität in Europa sei derzeit das Wachstum. Eine der größten Herausforderungen sei dabei jedoch die hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit. „Und was wird eine Lösung dafür sein? Wirtschaftswachstum“, sagte Jain.

Er erinnerte daran, dass Banken einen wichtigen Teil zu diesem Wachstum beitragen. „In Europa sind 70 Prozent der Kredite traditionelle Bankenkredite“, sagte Jain. „Ich glaube, dass diese 70 Prozent viel zu hoch sind“, kritisierte er. In den USA etwa sei das Finanzsystem diversifizierter. „ Aber kurzfristig kommen diese 70 Prozent eben von den Banken. Und deshalb sollten wir alle ein großes Interesse daran haben, wie es diesem Sektor geht und wo er in fünf Jahren steht.“

Jain kritisierte die Art, wie zwischen den verschiedenen Banken je nach Geschäftsmodell unterschieden werde.  Die Regionalbanken – deren Reformen der letzten Jahre Jain lobte – seien die Lieblinge unter den Banken. „Sie werden am meisten gemocht von Politikern, von Regulierern“, selbst von Medien und Investoren. Globale Universalbanken, zu denen sich auch die Deutsche Bank zählt, seien hingegen nicht sehr beliebt – im Gegenteil: „In Europa sind wir eine gefährdete Spezies“, sagte Jain. „Die Deutsche Bank ist eine der letzten, die übrig geblieben ist – manche sagen sogar, die letzte.“

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    Dabei seien die globalen Universalbanken wichtige Partner für die international operierenden Konzerne. Sie leisteten viele Dinge, die andere Institute nicht leisten könnten.

    Anshu Jain ist nicht zum ersten Mal Keynote-Speaker bei der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“, auch 2013 eröffnete er die Konferenz.  Seitdem hat sich im Finanzsektor viel getan.

    Mehr Transparenz für Schattenbanken
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    5 Kommentare zu "Deutsche-Bank-Chef Jain auf der Bankentagung: „Wir sind eine gefährdete Art“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Deutsche Bank beantragt "Artenschutz"
      ---------------
      Ist heute der 1. April?
      Selten so gelacht!
      Die Deutsche Bank ist eine kriminelle Vereinigung.
      Sie ist in jedem Skandal verwickelt, sei es Streumunition, Manipulation von Libor, Euribor, Goldpreis, Lebensmittel, Schrottpapiere, etc.
      Sie gehört in ihrer jetzigen Form zerschlagen.

    • "Ich bin recht zufrieden mit dem aktuellen System“

      Das glaub ich, weil der Steuerzahler stehts der Blöde ist.

    • ausgerechnet dieser Inder beklagt sich obwohl er seit 1995 als er zur DB kam ca.300Mio Euro abgegriffen hat für NICHTS.
      Abzulesen ist dieses NICHTS am Aktienkurs der Deutschen Bank. Kurs am 01.01.1995 war 31Euro heutiger Kurs 26Euro.
      Was die Reputation und das Ansehen der Deutschen Bank anbelangt ist durch sein Wirken ein Level erreicht welches einer kriminellen Vereinigung gleichkommt.

    • ...wir sind eine gefährdete art...

      Finde ich nicht. Hier prügeln sich nachbarn wegen einem mückenpfurz. Das ein bänker für seine verbrechen an menschen verprügelt wird habe ich noch nicht gehört.

    • Der erste richtige Schritt wäre: Verbot von Boni-Zahlungen! Welcher Menschen verdient? 20 Millionen im Jahr???

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