Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Deutsche Bank Christian Sewing bekennt sich zum US-Geschäft

Der Chef der Deutschen Bank will ein „substanzielles“ Geschäft in den USA behalten, stellt er auf einer Konferenz in New York klar. Details zu den Kürzungsplänen im Investmentbanking nennt er nicht.
29.05.2019 - 01:30 Uhr Kommentieren
„Wir wollen eine signifikante Präsenz in den USA erhalten.“ Quelle: Reuters
Christian Sewing

„Wir wollen eine signifikante Präsenz in den USA erhalten.“

(Foto: Reuters)

New York Christian Sewing ist mit einer klaren Botschaft nach New York gekommen. „Wir wollen eine signifikante Präsenz in den USA erhalten“, sagte er am Dienstag auf der Global Financial Services Konferenz, die die Bank seit neun Jahren ausrichtet. Das gelte sowohl für Unternehmens- und Privatkunden als auch für institutionelle Investoren, „die entweder aus den USA stammen oder einen Zugang zu der Region brauchen.“

Es ist ein schwieriger Balance-Akt für den Chef des größten deutschen Finanzinstituts. Auf der einen Seite will Sewing seinen Kunden signalisieren, dass sie weiter auf die Bank zählen können. Schließlich ist hier ein wichtiger Teil des Geschäfts. 24 Prozent des Umsatzes macht das Institut in Amerika. „Von unseren 100 größten Unternehmenskunden arbeiten 98 mit uns zusammen, weil wir die Infrastruktur hier in den USA haben“, stellte Sewing klar.

Gleichzeitig stehen bereits seit Monaten Kürzungen, vor allem im Investmentbanking, im Raum. Unter anderem wird über Einschnitte im Geschäft mit Hedgefonds und im Aktienhandel spekuliert. Details nannte Sewing jedoch auch am Dienstag nicht. Vergangene Woche auf der Hauptversammlung in Frankfurt versicherte er den Anteilseignern, die Bank sei zu „harten Einschnitten“ bereit.

Seit ein paar Tagen wird zudem über den möglichen Abgang von Investmentbanking-Chef Garth Ritchie diskutiert, was für zusätzliche Verunsicherung sorgt. Dennoch: „Wir glauben, unsere Rolle als europäische Bank mit einer starken US-Präsenz ist gerade jetzt, in Zeiten transatlantischer Spannungen, noch wichtiger geworden“, sagte Sewing.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Warnende Worte gab es auch von Jamie Dimon. Der Handelsstreit, den US-Präsident Donald Trump mit China und der EU austrägt, hätte sich deutlich zugespitzt. „Wenn sich die Lage weiter verschlechtert und es zu anderen Überraschungen kommt, dann könnte das mit dazu führen, dass das Vertrauen der Investoren und die Bereitschaft zu investieren schwindet“, sagte Dimon, der direkt nach Sewing auftrat. Der Chef von Amerikas größter Bank JP Morgan Chase spricht jedoch aus einer Position der Stärke.

    Das Institut meldete im ersten Quartal einen neuen Rekordgewinn und investiert stark in neue Technologien und Produkte. „Wer das nicht macht, der wird abgehängt“, stellte Dimon klar. Die Bank bietet ihren Kunden seit vergangenem Sommer an, kostenlos Aktien zu handeln. Zudem baut JP Morgan gegen den Trend auch das Filialnetz aus. „Und das“, versicherte Dimon, „läuft besser als wir dachten“.

    Mehr: Die Aktionäre der Deutschen Bank haben der Führungsriege zwar gerade so das Vertrauen ausgesprochen. Doch wenn der Vorstandschef nicht liefert, dürfte er schnell in Ungnade fallen.

    Startseite
    0 Kommentare zu "Deutsche Bank: Christian Sewing bekennt sich zum US-Geschäft"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%