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Deutsche Bank Dubiose Transaktionen in Russland

Dass die Deutsche Bank 1,2 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt hat, überraschte Analysten. Nun wird der Grund für die hohe Summe deutlich: Russische Mitarbeiter sollen in Geldwäsche verstrickt sein.
30.07.2015 - 14:12 Uhr Kommentieren

„Deutsche Bank hat Dinge gemacht, für die sie jetzt blutet“

Düsseldorf Die Deutsche Bank hat erstmals eingestanden, dass sie ein „bedeutendes” Volumen an russischen und britischen Aktientransaktionen untersucht. In diesem Zusammenhang seien bereits auch disziplinarische Maßnahmen gegen eine Reihe von Mitarbeitern ergriffen worden.

Die Offenlegung erfolgte bei der Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal. Die Bank wies darin Kosten für Rechtstreitigkeiten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro aus – gut das Doppelte der von Analysten erwarteten 550 Millionen Euro.

Das Banken-Chamäleon
Zeugnis der Anfangstage
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Der 10. März 1870 ist der Gründungstag der Deutschen Bank. Standort war damals nicht Frankfurt, sondern Berlin. Gründer waren Privatbankier Adelbert Delbrück und der Politiker Ludwig Bamberger. Erster Vorstandssprecher ist Georg von Siemens. Im Gründungsstatut wird die Bedeutung des Auslandsgeschäfts unterstrichen: „Der Zweck der Gesellschaft ist der Betrieb von Bankgeschäften aller Art, insbesondere Förderung und Erleichterung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, den übrigen Europäischen Ländern und überseeischen Märkten.“ Eine klare Ausrichtung des jungen Instituts.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)
Hauptsitz in Berlin
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So sah die Zentrale der Deutschen Bank in Berlin aus, hier auf einer späteren Aufnahme aus dem Jahr 1929. Ab 1880 finanzierte die Bank zunehmend Industrieprojekte. Der Ausbau des Filialnetzes hatte zunächst keine Priorität, die meisten Geschäfte wurden aus Berlin abgewickelt.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)
Frankfurt kommt erst später
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Weiteres Standbein ist von Beginn an das Einlagengeschäft. Bis 1873 eröffnet die Bank Filialen in Bremen, Hamburg, Yokohama, Schanghai und London. London ist schon damals die wichtigste Auslandsniederlassung. Die Filiale in Frankfurt am Main, heute der Hauptsitz, öffnet erst 1886. Im Bild die Niederlassung an der Frankfurter Kirchnerstraße anno 1914.

Filiale in der Fuggerstadt
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Die Filialen prägten natürlich auch nicht überall das Stadtbild, so wie in Berlin und später in Frankfurt. Diese Aufnahme zeigt die Straßen von Augsburg zur Jahrhundertwende – also 1900.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)
Geschäftssitze im Wandel der Zeit
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Gegen Ende des ersten Weltkriegs entstand dieses Foto von kaiserlichen Militärs vor der Niederlassung in Bremen. An der Filiale in der Hansestadt lässt sich der Wandel im Stadt- und Bankenbild gut illustrieren.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)
Bremen 50 Jahre später
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Das historische Gebäude am Domshof blieb der Handelsstadt Bremen erhalten. Das Umfeld hat sich komplett verändert – das gilt auch für Geschäftsfelder. Auf Wandel musste das Institut in seiner Geschichte immer wieder reagieren.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)
Neuausrichtung nach dem Ersten Weltkrieg
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Mit Ende des Erste Weltkriegs war auch das Auslandsvermögen des Instituts verloren. Die schwierige Wirtschaftslage nebst Inflation in der Weimarer Republik macht es der Deutschen Bank nicht einfach. Im Bild ein Kassenschalter aus dem Jahr 1920.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)

Die Bank untersucht nach eigenen Angaben die Umstände der Aktienhandelsgeschäfte einiger russischer Kunden mit der Deutschen Bank in Moskau und in London, die sich gegenseitig aufwogen. Das Gesamtvolumen der Transaktionen sei bedeutend.

Aus informierten Kreisen war im Juni verlautet, die Bank führe eine interne Untersuchung durch, bei der es um mögliche Geldwäsche für russische Kunden gehe. Das Volumen der fraglichen Transaktionen, die sich über mehr als vier Jahre erstreckten, betrage rund sechs Milliarden Dollar.

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Standort erkennen

    Die Deutsche Bank hat nach eigenen Angaben die relevanten Aufsichts- und Ermittlungsbehörden in Deutschland, Russland, Großbritannien und den USA über die Maßnahmen informiert. Zudem sei gegen einige Mitarbeiter mit disziplinarischen Maßnahmen vorgegangen worden teilte die Bank mit – ohne jedoch Namen zu nennen.

    Das Kreditinstitut betreibt in Russland eines der größten Investmentbankengeschäfte unter den Auslandsbanken und beschäftigt insgesamt rund 1000 Mitarbeiter in Moskau und St. Petersburg.

    • Bloomberg
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