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Deutsche Bank Geschäftsbericht Zwei zum Preis von einem

Das Chefduo der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, teilt sich das Gehalt des Vorgängers. Doch innerhalb der Bank klaffen zwischen Investmentbankern und Filialmitarbeitern enorme Unterschiede auf.
15.04.2013 - 13:32 Uhr 3 Kommentare
Jürgen Fitschen und Anshu Jain: Das Führungsduo der Deutschen Bank verdient gleich viel. Quelle: ap

Jürgen Fitschen und Anshu Jain: Das Führungsduo der Deutschen Bank verdient gleich viel.

(Foto: ap)

Düsseldorf/Frankfurt Exakt 4.878.638 Euro – soviel bekommen die beiden Co-Chefs der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain. Die beiden teilen sich damit praktisch das Gehalt ihres Vorgängers Josef Ackermann. Dies geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor, den die Deutsche Bank heute vorgelegt hat.

Doch der gleiche Verdienst hat für jeden Einzelnen des Führungsduos höchst unterschiedliche Folgen. Während Fitschen über ein Gehaltsplus von fast 700.000 Euro freuen kann, verdient Jain fast um die Hälfte weniger als im Vorjahr.

Der Grund: Jain leitete zuvor die Investment-Banking-Sparte, in der Top-Gehälter gezahlt werden. Im Vorjahr verdiente Jain noch fast 9,8 Millionen Euro. Als Vorstandschef teilt er sich nun mit Fitschen nicht nur die Verantwortung, sondern auch das Gehalt. Jain und Fitschen hatten im Juni 2012 den Chefposten vom Vorgänger Josef Ackermann übernommen.

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    Keine Einschnitte nimmt die Bank am Bonus-Topf vor, obwohl das Institut wegen überraschend hoher Rückstellungen das Jahresergebnis im März nach unten korrigieren musste. Den Mitarbeitern fließen demnach Prämien in Höhe von 3,16 Milliarden Euro zu. Doch auch nur ein Teil der Angestellten kommt in den Genuss der Ausschüttungen.

    Deutschlands größtes Geldhaus hatte wegen „neuer Entwicklungen bei Rechtsstreitigkeiten“ die Rückstellungen um rund 600 Millionen Euro aufstocken müssen. Der Gewinn nach Steuern sank um rund 400 Millionen auf 291 Millionen Euro.

    Die Bank ringt an mehreren Fronten vor Gericht. So streitet die Bank mit den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch um Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe. Die Bank ist wegen der Pleite des Kirch-Imperiums bereits verurteilt worden, die Höhe der Zahlung steht aber noch aus. Zudem drohen noch Forderungen etwa aus der Manipulation wichtiger Leitzinssätze wie Libor, in die auch Händler der Bank verwickelt waren. Ebenfalls schweben noch Verfahren wegen Hypothekengeschäften in den USA.

    Boni fließen vorwiegend bei Investment-Bankern
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    3 Kommentare zu "Deutsche Bank Geschäftsbericht: Zwei zum Preis von einem"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vlt war das ja das Abschiedsgeschenk von ehemalige Cheffe: Investmentbanking mal laufen zu lassen wie es ihm gefällt.
      Libor, Eurolibor als Sahnehäubchen obendrauf samt Rückstellungen.
      Was für eine Freude für Plüsch und Plumm aber auch...
      Und beide geben sich ebenso einfältig wie sie gehalten wurden.
      lol

    • @FlashGordon
      ich glaube nicht das der Inder noch lange Chef der Deutschen Bank ist und habe es auch nie verstanden warum er Chef sein wollte. Ihm müsste doch klar gewesen sein das die gleiche Person nicht zuerst Brandstifter und dann Feuerwehrmann sein kann.

    • Den neuen Job von Fitschen als Bankenverbands-Präsident begrüße ich außerordentlich. Denn jetzt kann Superstar and Moneymaker und Godfather of Investmentbanking Anshu endlich schalten und walten bei der Deutschen Bank wie er will, ohne dass der biedere Jürgen mehr Zeit hat dazwischenzufunken !

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