Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Deutsche Bank Vergleich mit Kirch-Erben droht zu scheitern

Der auf 800 Millionen Euro geschätzte Vergleich zwischen Deutscher Bank und den Erben des verstorbenen Medienunternehmers Leo Kirch droht zu platzen. Der Vorstand des Geldhauses ist Berichten zufolge dagegen..
24.02.2012 Update: 25.02.2012 - 11:46 Uhr 12 Kommentare
Eine Prozessakte im Verfahren zwischen Deutscher Bank und Kirch-Erben. Quelle: dapd

Eine Prozessakte im Verfahren zwischen Deutscher Bank und Kirch-Erben.

(Foto: dapd)

Frankfurt Der mögliche Vergleich zwischen der Deutschen Bank und den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch droht laut Medienberichten am Widerstand der Bank zu scheitern. Auf jeden Fall verzögere er sich um weitere zwei bis vier Wochen, berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am Samstag unter Berufung auf Finanzkreise. Die „Süddeutsche Zeitung“ zitiert ebenfalls Finanzkreise mit der Aussage, dass die Zustimmung der Bank zu einem Vergleich mit Kirch in Höhe von rund 800 Millionen Euro „so gut wie ausgeschlossen“ sei.

Sprecher der Deutschen Bank und der Erben Kirchs lehnten einen Kommentar zu den Berichten ab.

Der 2011 gestorbene Kirch und seine Erben hatten die Bank in einer fast zehnjährigen Prozessfehde auf Schadenersatz im Milliardenhöhe verklagt. Auslöser war ein Fernsehinterview mit dem damaligen Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzenden Rolf Breuer im Februar 2002, in dem Breuer die Kreditwürdigkeit Kirchs angezweifelte. Kirch sah in der Äußerung den Grund für die Pleite seines Medienimperiums. „Das Interview war meine Schlachtung,“ sagte er später.

Über den möglichen Vergleich, den der im Mai scheidende Bank-Chef Josef Ackermann ausgehandelt haben soll, hatten diverse Medien Mitte Februar berichtet. Nun ist offenbar die Höhe des Schadenersatzes umstritten. „Zu diesen Konditionen wird die Bank auf keinen Fall mitmachen“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Finanzkreise.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Ackermann hatte angekündigt, seinen Nachfolgern an der Spitze der Deutschen Bank das Haus „besenrein“ hinterlassen zu wollen. Die Erledigung der Altlast Kirch würde zu diesem Versprechen passen. Bei einem millionenschweren Kompromiss mit Kirch könnte die Bank aber auch Breuer in Regress nehmen. Das Geldinstitut könne jedoch nicht mit den Kirch-Erben einen „Vergleich zulasten Breuers“ schließen, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ einen ungenannten Deutsche-Bank-Manager.

    • dapd
    Startseite
    Mehr zu: Deutsche Bank - Vergleich mit Kirch-Erben droht zu scheitern
    12 Kommentare zu "Deutsche Bank: Vergleich mit Kirch-Erben droht zu scheitern"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Bisher scheint die üble Nachrede des Bankers Breuer gegen Kirch ebenso zulässig wie das mittlerweile verstetigte Wichtigtun, mit dem so genannte Rating-Agenturen sich Unfehlbarkeit anmassen (dabei sind massivste Irrtümer aktenkundig) und damit ganze Staaten und deren Währung ruinieren. Das eine wie das andere ist der indiskutable Missbrauch, der im Effekt irgendwann die freie Meinungsäusserung unterminiert. Schweigsamkeit war einst die erste Pflicht der Geldbranche, als Akteure noch Bankiers waren. Diese Stilfrage stand damals in keinem Gesetz. Hier wie anderswo wird Europa sich entamerikanisieren müssen.

    • @BigB. Da muß ich Ihnen im Fall Kirch widersprechen. Wenn die ''Hausbank'' öffentlich durch Herrn Breuer postuliert, wie es um die Bonität ihrer Kunden steht finde ich das schon einen ''dicken Hund'' Ich bin aus diesem Grund mit meiner Fa. mittlerweile zur Uni Credit gewechselt. (und bin keineswegs pleite) Trotzdem brauche ich gelegentlich auch mal Kredite um mein Warenlager zu finanzieren. Ich erwarte von meiner Bank, daß sie gegenüber dritten keine Auskunft über meine Vermögensverhältnisse preisgibt außer bei Anfragen durch Creditreform oder anderen Banken. Und da werde ich dann von meiner Bank informiert, wie zuletzt bei der Anfrage einer Leasinggesellschaft. Oder wollen Sie im Fernsehen sehen, wie über Ihre Bonität schwadroniert wird? Dem Ansehen der DB hat dieser Fall sehr geschadet. Denen würde ich weder mein Geld anvertrauen noch einen Kredit nehmen. Schadenersatz an Kirchs Erben wäre also das Mindeste was die DB tun müßte.

    • jetzt ist die Deutsche Bank am Hunger in der 3. Welt Schuld --> quark! ...globaler Konzern..ja..."wetten"...ja,weil das in das Geschäftsmodell einer Investmentbank passt..für jeden Kunden einen Zugang zum Kapitalmarkt..ja..kapitalistisch orientiert...ja, wie jeder andere Konzern auch...

      ingesamt ein qualitativ hochwertiges Unternehmen und wichtiger Arbeitgeber in DEUTSCHLAND

    • Deutsche Bank sollte umbenannt werden! Es verdient schon seit langem den Namen Deutsch nicht mehr! Es ist eine globale, kapilistisch-orientierte ausbeuter Bank ersten Grades. Es wetten ohne Skrupel auf Leben der Menschen. Es spekuliert mit Nahrungs- und Lebensmitteln und treib damit die Preise in die Höhe. Es unterstützt die Vergasung von Mais, und Gerste. Und die Menschen in den Entwicklungsländer hungern dafür immer mehr!

    • Man sollte einmal festhalten, dass wenn ein Unternehmer pleite geht, erst einmal er selbst Schuld ist und nicht ein Kreditgeber. Egal was einer der Kreditgeber sagt.

    • ich will garnicht wissen wie das ist, wenn ich wirklich giftig werde.
      und diese Hosenscheißer namens Milliardäre hab ich mir auch immer ganz brav wechgehalten.
      und, dass Kirch ein Oberschwein war: no doubt.
      aber dass da eine Oberschweinparade abgefahren werden soll: das geht mir, offengestanden, einfach auf den sack.

    • Bescheissen beim Champagner Dejournee: das geht nun mal garnicht. Herr Dr. Breuer, oder wie Sie da heissen mögen.

    • Da droht niemand mit garnix, um das mal gleich klarzustellen.
      Berechtigte Ansprüche abzuwedeln; das geht allerdings gleich garnicht.

      Immer den Ball ganz ausgesprochen flachhalten.

    • Egal, ob da der Vorstand nicht zustimmen will. Ich denke, die Deutsche Bank hat sich auch nach dem Kirchabschuss eins ums andere Mal weiter in die Sch.... geritten. Sollten die aber hier D-land die Exxon Manier aufziehen, sind sie schnell weg vom Fenster und backen nur noch Peanuts.

    • Ode an Kohleone. Die helfende Hand.

    Alle Kommentare lesen
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%